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Revolverheld & Ingo Pohlmann: Eine Nacht mit Pop, Seifenblasen und einem neuen Reuss-Schwimmer

Evelyne Fischer

Kurz vor Schluss regnet es Girlanden, Riesenluftballone schweben über den Köpfen des Publikums. Mittendrin Revolverheld-Frontmann Johannes Strate, rundherum scheues Gekreische. Hit um Hit hat die deutsche Pop-Rock-Band am Freitag im nicht ausverkauften Luzerner Saal abgefeuert. Von „Immer noch fühlen“, ein Stück vom neusten Album, das der Pay-TV-Sender Sky zum WM-Song 2018 gekürt hat, über „Lass uns gehen“, das allfällige letzte Gedanken an die soeben zu Ende gegangene Arbeitswoche definitiv vertreibt, bis hin zu „Ich lass für dich das Licht an“, zu dem die Zuhörer das Handylicht anknipsen (laut Strate „das Feuerzeug der Neuzeit“) und im Seifenblasenmeer hin und her schwenken. Es ist eine gute Show, die da vorne abgeliefert wird. Hie und da wünscht man sich von den Hamburgern, deren Tournee sie schon am Samstag wieder nach Deutschland führt, etwas mehr Seele, etwas weniger Distanz.

Gerade so, wie dies Ingo Pohlmann als Vorband mit einer sympathischen Nonchalance vorgeführt hat. Vielleicht liegt es daran, dass sich dieser Pohlmann zuvor an vier Tagen nacheinander die Reuss hat runter treiben lassen („in diesem Fluss vom Vielstätterwaldsee, da hat man danach ziemlich viel Energie“), vielleicht schwingt bei seinem ersten Auftritt in der Schweiz auch unerwartet eine Prise Demut mit. Jedenfalls hat der deutsche Singer/Songwriter das Publikum im Nu auf seiner Seite. Mit Geist und Witz („Da gibts diese Holzbrücke in Luzern. Die zeigt 50 Bilder mit dem Tod drauf. Das ist ziemlich stimmungserhellend“) und Songs, die mal unaufgeregt vor sich hinplätschern, mal Stromschnellen gleich für Zug sorgen (auch dank treibendem Schlagzeug und einem teils etwas gar hart verstärkten Cello). „Eine grosse Popnacht steht uns bevor“, hat Festivaldirektor Urs Leierer vor Konzertbeginn gesagt – und dabei nicht zu viel versprochen.

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