Richenthaler wehren sich gegen die geplante 5G-Antenne

Im Reider Ortsteil will die Swisscom eine neue Mobilfunkantenne bauen. Gegen das Vorhaben sind zwei Einsprachen eingegangen inklusive einer Unterschriftensammlung, die von rund 90 Personen unterzeichnet wurde.

Reto Bieri
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In Richenthal hat die Swisscom ein Baugesuch für eine 5G-Antenne eingereicht. Zwei Einsprachen und eine Unterschriftensammlung wollen das Vorhaben verhindern.

In Richenthal hat die Swisscom ein Baugesuch für eine 5G-Antenne eingereicht. Zwei Einsprachen und eine Unterschriftensammlung wollen das Vorhaben verhindern.

Symbolbild: Peter Klaunzer/Keystone (Bern, 26. März 2019)

(rbi) Die Swisscom will in Richenthal eine neue Mobilfunkantenne bauen. Auf dem Areal der Hubgarage im Weiler Hueb soll eine 5G-Antenne dem schlechten Handyempfang im Reider Ortsteil ein Ende bereiten (siehe Ausgabe vom 1. Oktober). Nun regt sich Widerstand in Form von zwei Einsprachen. Dies bestätigt Gemeinderat Willi Zürcher. Einer der Einsprachen liegt eine Unterschriftensammlung bei. Rund 90 Personen fordern darin vom Gemeinderat, dass er das Baugesuch ablehnt.

«Am falschen Ort»

Trotz vorhandenen Kontaktangaben auf dem Unterschriftenbogen: Öffentlich und mit Namen will niemand Auskunft geben, wie der «Willisauer Bote» am Freitag berichtete. Im Unterschriftentext bemängeln die Initianten, die Antenne sei mitten in der Gewerbe- und Wohnzone am falschen Ort. Zudem seien die Auswirkungen der Strahlung von 5G-Antennen auf die Gesundheit von Mensch und Tier zu wenig erforscht.

Der Gemeinderat werde das Baugesuch nun prüfen, sagt Willi Zürcher auf Anfrage. Wenn es die gesetzlichen Vorgaben erfüllt, könne die Gemeinde die Antenne wohl kaum verhindern. Durch die Unterschriftensammlung habe die Angelegenheit aber eine politische Dimension erhalten. Es sei deshalb angebracht, dass sich der Gemeinderat zum Thema äussert.