RICHTPLAN: In Luzern soll Velofahren attraktiver werden

Das Velofahren soll in der Stadt Luzern angenehmer werden. Der Stadtrat hat auf Antrag des Parlaments einen Richtplan Zweiradverkehr erstellt, der Massnahmen im Umfang von 26 Millionen Franken vorsieht.

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Velofahren in der Stadt Luzern soll attraktiver werden. (Bild Juliette Ueberschlag/Neue LZ)

Velofahren in der Stadt Luzern soll attraktiver werden. (Bild Juliette Ueberschlag/Neue LZ)

Velofahrer geben der Stadt in Sachen Zweiradverkehr keine besonders guten Noten. Dies hatte ein «Veloklimatest» im Jahr 2006 gezeigt. Bemängelt werden insbesondere die Qualität des Radroutennetzes, die Zahl der Abstellplätze und die Schneeräumung auf den Velostreifen.

In dem am Dienstag veröffentlichten Richtplan betont der Stadtrat, dass in den letzten Jahren einiges zur Verbesserung der Velosituation getan worden sei. Die engen städtischen Verhältnisse zwängen aber oft zu Kompromissen.

Velo für die Stadt geeignet
Ziel ist es, in 15 Jahren die mit dem Fahrrad zurückgelegten Wege um 40 bis 60 Prozent zu steigern. Das Velo sei das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt, heisst es im Bericht.

Deshalb soll des Radroutennetz attraktiver werden. Netzlücken werden geschlossen und die Beschilderung verbessert. Auch neue Abstellplätze sind geplant, und die Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr muss optimiert werden.

Besser als der Ruf
Der Stadtrat ist überzeugt, dass Unkenntnis ein Teil des Problems ist. Die Bevölkerung sei sich kaum bewusst, was die Stadt alles für den Radverkehr mache. Zur Veloförderung gehörten deshalb nicht nur bauliche, sondern auch Marketingmassnahmen. Ferner solle das Image der Velofahrer verbessert werden.

Das Investitionsvolumen aller aufgelisteten Massnahmen beläuft sich auf 26 Millionen Franken. Viele Massnahmen sind aber mit Projekten verbunden, die nicht nur den Veloverkehr betreffen. Oder sie sind Teil von Kantonsstrassen oder des Agglomerationsprogramms, so dass auch der Kanton oder der Bund finanziell beteiligt werden.

sda