Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

RICHTPLANREVISION: Regierung gibt Gemeinden Hausaufgaben

Im Kanton Luzern soll haushälterischer mit dem Boden umgegangen werden. Dies ist das Ziel des revidierten Richtplans. Obwohl in ihre Autonomie eingegriffen wird, unterstützen die Gemeinden die Revision.
Luftaufnahme der Gemeinde Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Luftaufnahme der Gemeinde Willisau. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Mit der Richtplanüberarbeitung übernimmt der Kanton Luzern Vorgaben des vor einem Jahr in Kraft getretenen eidgenössischen Raumplanungsgesetzes. Regierungsrat Robert Küng sprach sich für eine rasche Umsetzung aus, damit Rechtssicherheit geschaffen und die Arbeit der Gemeinden nicht blockiert werde.

Der Regierungsrates möchte, dass das Parlament die Revision rasch behandelt, so dass der Bundesrat das überarbeitete Planungsinstrument in rund einem Jahr genehmigen kann. Ziele der Revision seien die Eindämmung des Kulturlandverlustes und die Vermeidung von hohen Kosten für die Erschliessung, sagte Küng.

Die Zersiedlung soll deshalb gestoppt und das verdichtete Bauen gefördert werden. Zudem soll mehr über die politischen Grenzen hinaus und innerhalb von funktionalen Räumen geplant werden.

60'000 zusätzliche Einwohner

Der revidierte Richtplan fusst auf der Annahme, dass die Bevölkerung des Kantons von 2014 bis 2035 um 60'000 auf 450'000 Einwohnerinnen und Einwohner wächst, wobei in den ersten Jahren von einem stärkeren und später von einem abgeflachten Wachstum ausgegangen wird.

Die Zahl der Beschäftigten dürfte um 35'000 Personen zunehmen. Dieses Wachstum soll zu 75 Prozent in den Zentren, den Hauptentwicklungsachsen und in der Agglomeration Luzern stattfinden und nur zu 25 Prozent auf dem Land.

Um das Wachstum zu lenken, sind die Gemeinden in acht verschiedene Kategorien eingeteilt worden. Vier der acht Kategorien umfassen Zentrumsgemeinden, drei Landgemeinden. Dazu kommen die Gemeinden entlang der Autobahn. Küng betonte, dass der Kanton aber keiner Gemeinde ein Wachstum vorschreibe.

Unterschiedliche Vorgaben

Für jede Gemeindekategorie werden Wachstumswerte für Neueinzonungen und Dichtevorgaben, also Vorgaben zum Bauzonenflächenbedarf pro Einwohner, gemacht. Zentrumsgemeinden haben eine höhere Dichte einzuhalten als die anderen Gemeinden.

Neueinzonungen sind nur bei einem nachgewiesenen Bauzonenbedarf und innerhalb des Siedlungsgebietes möglich. Für grössere Einzonungen braucht es Bebauungskonzepte. Fruchtfolgeflächen müssen kompensiert werden. Das Wachstum innerhalb bestehender Bauzonen wird nicht begrenzt.

Für die Gemeinden bedeuten die Änderungen einen gewissen Eingriff in ihre Autonomie. Viele Gemeinden haben zu grosse Bauzonen und Reservezonen und müssen diese überprüfen. Sie werden für diese Arbeit bis Ende 2023 Zeit haben. Die Gemeinden hätten aber nicht nur Aufgaben, sondern auch Chancen, sagte Kantonsplaner Mike Siegrist.

Chancen nutzen

Der revidierte Richtplan soll so auch Landgemeinden, die abseits von Zentren und Autobahnen liegen, ermöglichen, Standortvorteile auszuspielen. Diese Gemeinden hätten oft genügend Baulandreserven und gegenüber den Zentren grosszügigere Vorgaben, was die Dichte betreffe.

Der Verband Luzerner Gemeinden, der den ersten Entwurf der Richtplanrevision abgelehnt hatte, steht nun hinter dem Vorhaben. Der Kanton gestehe den Gemeinden mehr Handlungsspielraum zu als im ersten Entwurf. Allerdings würden die erhöhten Anforderungen auch wieder zu Kosten führen.

HINWEIS: Der revidierte Richtplan in voller Länge »

(sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.