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Riesige Bunkertore sind gerettet

Die Pforten zur Zivilschutzanlage Sonnenberg sollten zubetoniert werden. Doch die Pläne des Bundes wurden durchkreuzt.
Die Bunker-Tore der Zivilschutzanlage Sonnenberg wurden letztmals 1987 geschlossen. (Bild: Privatarchiv J. Stadelmann)

Die Bunker-Tore der Zivilschutzanlage Sonnenberg wurden letztmals 1987 geschlossen. (Bild: Privatarchiv J. Stadelmann)

Sie ist ein riesiges Relikt des Kalten Krieges: Die Zivilschutzanlage Sonnenberg. Nun jedoch ist der Erhalt der Anlage, die von 1976 bis 2002 betrieben wurde, gefährdet. Grund dafür ist die Sanierung des Sonnenbergtunnels auf der Autobahn A 2 zwischen Luzern und Kriens. Denn das oberste Gebot des Bundesamtes für Strassen lautet: Behinderungen des A-2-Verkehrs sollen möglichst verhindert werden. Alle anderen Interessen - wie zum Beispiel die Konservierung des historischen Bunkers - müssen deshalb hintenanstehen.

Historiker fordert «mehr Effort»

Das stört den Luzerner Historiker und Gymnasiallehrer Jürg Stadelmann. Er will für den Erhalt des «aussergewöhnlichen Zeitzeugnisses» kämpfen. Einen Teilerfolg hat er zusammen mit der kantonalen Denkmalpflege errungen. Die 350 Tonnen schweren Panzertore an den Tunneleingängen, die ursprünglich zubetoniert werden sollten, bleiben auch in Zukunft zugänglich. Für Stadelmann ist dies noch nicht genug. Er fordert - insbesondere auch von der kantonalen Denkmalpflegerin Cony Grünenfelder - «mehr Kreativität und Effort» im Zusammenhang mit der Sicherung der Zivilschutzanlage.

ds

Schutzraum: 1 m² pro Person

Die Zivilschutzanlage im und über dem Sonnenbergtunnel war in der Zeit des Kalten Kriegs konzipiert und erbaut worden. Die Anlage - sie gilt in dieser Form als weltweit wohl einzigartig - entstand 1970 bis 1976 und kostete 39 Millionen Franken. 20 000 Menschen aus Stadt und Agglomeration Luzern hätten im Ernstfall in den beiden Tunnelröhren Platz gefunden. Für Aufenthalt und Schlafen war pro Person 1 Quadratmeter Platz vorgesehen. Gerechnet wurde mit einem Bunker-Daueraufenthalt von mindestens 14 Tagen.

jem

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.

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