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Auf der Rigi steht Hoteljuwel zum Verkauf

Die Besitzer des Hotels Bergsonne wollen ihren Betrieb verkaufen. Dies, weil sich in der Familie niemand finden lässt, der das Gastrounternehmen weiterführen will.
Thomas Heer
Das Hotel-Restaurant Bergsonne auf der Rigi wird seit der Eröffnung in den 1930ern als Familienbetrieb geführt. (Bild: PD)

Das Hotel-Restaurant Bergsonne auf der Rigi wird seit der Eröffnung in den 1930ern als Familienbetrieb geführt. (Bild: PD)

thomas.heer@luzernerzeitung.ch

In vielen kleinen und mittleren Unternehmen stellt sich irgendeinmal die Frage: Wie geht es weiter, wenn der Patron oder der Firmengründer ins Pensionsalter kommt und seinen Betrieb in neue Hände übergeben muss. Oft bleibt nur eine Lösung – der Verkauf. Denn längst nicht immer finden sich geeignete Nachkommen, die das Unternehmen weiterführen wollen.

Exakt mit dieser Problematik muss sich in diesen Monaten auch Willy Camps auseinandersetzen, der zusammen mit seiner Gattin Dorly das Hotel Berg­sonne auf der Rigi seit dreissig Jahren führt. Wer sich mit Willy Camps in diesen Tagen über die Zukunft seines Hotels unterhält, spürt rasch, dass ihm der Entscheid, den Betrieb zu veräussern, nicht leichtfällt. So sagt der 61-Jährige zum Beispiel: «Das Unternehmen ist mir ans Herz gewachsen, und ich bin damit emotional stark verbunden.» Das erstaunt auch weiter nicht. Denn Willy Camps hat fast sein ganzes Leben in der «Bergsonne» verbracht. Als Sechsjähriger kam er zusammen mit seiner Mutter in dieses Hotel. Erbaut wurde die «Bergsonne» 1933. Im folgenden Jahr gingen bereits die ersten Gäste ein und aus. Geführt wurde das Gastrounternehmen damals von Camps Grossmutter, Emmi Renggli-Dahinden.

Dorly und Willy Camps haben zwei Kinder. Aber keines der beiden will die «Bergsonne» weiterführen. Willy Camps sagt: «Sowohl der Sohn als auch die Tochter sind in Berufen tätig, die mit der Gastronomie keine ­Berührungspunkte haben.» So muss das Unternehmer-Ehepaar Camps vorsorgen und für die Zukunft der «Bergsonne» eine ausserfamiliäre Lösung finden.

Berühmter Künstler war ein regelmässiger Gast

Die Camps haben sich entschieden, das Hotel zu verkaufen. Wann genau, das ist noch offen. Camps sagt: «Wir stehen nicht unter Zeitdruck. Bei der ‹Bergsonne› handelt es sich um ein Lieb­haberobjekt, wofür sich auch die Käuferschaft begeistern muss.» Das Hotel verfügt über 15 Zimmer. Das gesamte Grundstück deckt eine Fläche von knapp 3200 Quadratmetern ab. Die Lage auf der Rigi ist exklusiv. Die Sicht in die Alpen, auf den Vierwaldstätter- und gar den Sarnersee lässt keine Wünsche offen.

Die «Bergsonne», die als Zweisaisonbetrieb geführt wird, hat sich in den vergangenen 20 Jahren auch als Gourmetrestaurant einen sehr guten Ruf ­erarbeitet. Im Gastroführer Gault Millau wird die Küche mit 15 Punkten bewertet. Ein Gast, der bei der Vorgängergeneration der Camps des Öftern abstieg, war der Kabarettist Emil Steinberger. Während einer Klausur in der «Bergsonne» schrieb der Künstler das Programm «Feuerabend», mit dem Emil in den 1980er-Jahren auf Tournee war.

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