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RIGI KALTBAD: Neue Klänge auf der Rigi

Die Sanierungsarbeiten der Felsenkapelle St. Michael sind mit der Einweihung der neuen Orgel beendet. Zu verdanken ist dies auch der Privatinitiative von zwei engagierten Männern.
Martina Odermatt
Hans Zihlmann (links) und Rolf Birrer freuen sich auf Rigi Kaltbad über die installierte Orgel. (Bild: Nadia Schärli)

Hans Zihlmann (links) und Rolf Birrer freuen sich auf Rigi Kaltbad über die installierte Orgel. (Bild: Nadia Schärli)

Martina Odermatt

Am Sonntag erklang die neu eingebaute Orgel der Felsenkapelle St. Michael endlich das erste Mal für die Öffentlichkeit. «Wir hätten sie gerne schon vor einem Jahr eingeweiht. Aber so ein Instrument entsteht nicht von heute auf morgen», sagt Rolf Birrer, Mitinitiant für die Anschaffung einer neuen Orgel. Denn bereits vor einem Jahr wurde die Felsenkapelle auf Rigi Kaltbad neu eröffnet. Während acht Monaten wurden Risse am Gewölbe und an den Wänden behoben, ein neuer Altar angeschafft, der Vorplatz erweitert und der Friedhof neu gestaltet (wir berichteten).

Mit dem Einbau des neuen Kircheninstruments wurden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Die Organistinnen Inge Hodel und Susanne Barmet begleiteten die Messe musikalisch, und danach folgte mit einem kleinen Konzert von ungefähr vier bis fünf Musikstücken ein Vorgeschmack auf das volle Potenzial des Instruments.

Durch Spenden finanziert

Die neue Orgel hat acht Register, zwei Manuale und ein Pedal. Sie könne so sowohl Gesang begleiten wie auch Instrumentalmusik, sagt Rolf Birrer. Die Orgel ist eine Einzelanfertigung, einige Bergblumen wurden in das Holz geschnitzt. «Die Orgel sollte sich in die Umgebung und die Kirche einfügen. Mit den Schnitzereien, die auf die geografische Lage der Kapelle Bezug nimmt, passt das perfekt», sagt Birrer. Zudem war sein Leitgedanke, das Instrument möglichst schlicht und einfach zu halten.

Doch ausgerechnet diese Dekorationen hätten Birrer und Zihlmann beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht: Vor einem Monat kam die Hiobsbotschaft: Der Schnitzer würde die Orgel nicht termingemäss fertig stellen können. Die Einweihung am Chilbi-Wochenende stand auf der Kippe. Nach ein paar Telefonaten habe man jedoch eine Lösung gefunden. Der heutigen Einweihung stand damit nichts mehr im Weg.

Mit dem Bähnli auf den Berg

Doch wie kommt eine Kapellenorgel eigentlich auf die Rigi? Auf die gleiche Weise wie die Touristen: mit der Zahnradbahn. Die Orgel wurde in Stans gebaut. Danach wurde sie im Werkanhänger gepolstert, verpackt und nach Vitznau gebracht. Dort wurde sie auf den Tiefvorspann verladen und anschliessend mit der Bahn auf den Berg transportiert, wo sie direkt von Werkarbeitern in Empfang genommen und zur Kapelle gefahren wurden.

Dass die Chilbi-Besucher überhaupt den Klängen dieser Orgel lauschen konnten, ist der Privatinitiative von Rolf Birrer und Hans Zihlmann zu verdanken. Zihlmann, erfahrener Organist und Komponist, stellte beim Spielen auf der alten Kastenorgel der Kapelle fest, dass diese nicht mehr schön klang und sich auch nicht mehr stimmen liess. Anlässlich der Totalsanierung der Felskapelle im Januar 2015 entschlossen sich die beiden deshalb, auch gleich die Orgel zu ersetzen. Diese sollte ungefähr 150 000 Franken kosten. Dank Spenden von Firmen, Stiftungen, der Bevölkerung der Seegemeinden und Rigibewohnern ist mittlerweile der grosse Teil abbezahlt. «138 000 Franken sind bereits zusammen», sagt Birrer. Er ist optimistisch, dass sie auch die restliche Summe von 15 000 noch auftreiben können. Zudem habe die Korporation Weggis, der die Felsenkapelle gehört, das unsichere Finanzierungsrisiko auf sich genommen.

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