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RIGI KULM: Unikat aus China «erhöht» Rigi

Der Stein des Partnerbergs aus China wird heute eingeweiht. Damit hat die Rigi ein neues Fotosujet für Touristen – und sie ist um zwei Meter gewachsen.
Mit einem Lastwagen wird der Stein aus China auf die Rigi transportiert. (Bild Nadia Schärli)

Mit einem Lastwagen wird der Stein aus China auf die Rigi transportiert. (Bild Nadia Schärli)

Der Stein steht: Die chinesische Delegation freut sich sichtlich zwischen der Trachtengruppe Arth Goldau. (Bild: pd)
Bis zur Zeremonie verdeckte ein rotes Tuch den Stein des heiligen Emei-Berges. (Bild: pd)
Verwaltungsratspräsident der Rigi Bahnen AG, Karl Bucger, hält eine Rede vor den Gästen. (Bild: pd)
Eine Nadel am Boden zeigt, in welcher Richtung der Emei-Berg zu finden ist. Hier wird sie montiert. (Bild: pd)
Der heilige Berg Emei ist über 8013 Kilometer entfernt. (Bild: pd)
der Stein verbindet die Schweiz mit China. (Bild: pd)
Auf dem Emei-Berg in China steht dafür ein Stück Rigi. (Bild: pd)
Er befindet sich auf einer Aussichtsplattform etwas unterhalb des Gipfels. (Bild: pd)
Der Rigi-Stein in China soll auch Werbung für die Königin der Berge sein. (Bild: pd)
9 Bilder

Einweihung des Emei-Steins aus China

Stephan Santschi

Die Reise ist zu Ende, das Ziel erreicht. Der acht Tonnen schwere Basaltstein aus China thront seit gestern auf Rigi Kulm. Mitarbeiter der Kenel Transporte aus Goldau brachten ihn mittels Lastwagen auf die Bergspitze und platzierten den Stein beim beliebten Aussichtspunkt. Heute Freitag wird er im Rahmen einer öffentlichen Zeremonie ab 11.10 Uhr eingeweiht. Unter anderen werden der Weggiser Gemeindepräsident Kaspar Widmer und der Bürgermeister der chinesischen Stadt Leshan Tong Zhang ein paar Worte an die Besucher richten.

Der Monolith ist 2,6 Meter gross, 1,5 Meter breit und 1,5 Meter dick. Am Fuss befindet sich eine Windrose mit einem Chrom-Nickelstahl-Pfeil, der auf die Heimat ausgerichtet ist. In 8013 Kilometern Entfernung befindet sich der Emei Shan – ein knapp 3100 Meter hoher Berg nahe Leshan in der Provinz Sichuan. Von diesem Berg stammt das neue Rigi-Unikat. Der Emei Shan gilt als heilig, gehört zum Unesco-Welterbe und besitzt eine Silhouette, welche jener der Rigi sehr ähnlich ist.

Partnerschaft in Stein gemeisselt

Auf dem Emei Shan steht seit rund einem Monat das Gegenstück – eine drei Tonnen schwere Nagelfluh-Platte, die der Rigi-Nordlehne bei Goldau entnommen wurde. Damit ist der «Stone Exchange», der Steintausch zwischen China und der Schweiz, abgeschlossen. Und die Partnerschaft der beiden Berge, die auf dem Papier seit 2009 besteht, endgültig in Stein gemeisselt.

Die beiden Felsen waren rund zwei Monate unterwegs und passierten dabei auf dem Weg zur jeweiligen Destination die Schiffsstationen in Basel und Rotterdam. Probleme mit der Logistik habe es keine gegeben, sagt Roger Joss, Leiter Verkauf und Marketing bei der Rigi Bahnen AG in Vitznau. «Wir mussten lediglich darauf achten, dass wir kein Holz mitschickten, um in China keine fremden Insekten einzuführen.» Im Gegenzug habe man die Holzlatten, auf denen der chinesische Stein im Container stand, verbrannt. Die Tauschaktion kostete die Rigi-Bahnen 20 000 Franken.

Symbol für Beliebtheit in China

Welche Idee steckt dahinter? «Der Steintausch soll symbolisieren, dass bei einem optimalen Zusammenspiel zweier Partner und Kulturen viele Ideen umgesetzt werden können und Freundschaften entstehen», erklärt Joss. In erster Linie steht dieser werbewirksame Gesteinstransfer aber für die zunehmende Beliebtheit der Rigi in China. Rund 20 000 Chinesen besuchten den Berg in den ersten fünf Monaten dieses Jahres – nur Schweizer zählte man in dieser Zeitspanne noch mehr. Tendenz: weiter steigend. Seit 2004 wirbt die Rigi in China aktiv um Touristen, aber erst 2013 sind die Bemühungen in Asien intensiviert worden.

Rigi inoffiziell 1800 Meter hoch

Die Gesteinsformationen auf dem Emei Shan und der Rigi sollen sich künftig als Fotosujets bei den Touristen etablieren und damit Werbung für die Herkunftsländer machen. Apropos Werbung: Kann die 1798 Meter hohe Rigi dank dem über zwei Meter grossen Monolithen seine Höhe nun auf prestigeträchtige 1800 Meter steigern? «Ja, der Stein steht auf dem höchsten Punkt der Rigi», sagt Joss und fügt lachend an: «Offiziell können und wollen wir dies aber nicht eintragen lassen.»

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