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Kantischüler inszenieren in Sursee ein Ritterepos

Das Freifach Theater der Kantonsschule Sursee präsentiert «Parzival» mit viel Spielfreude.
Yvonne Imbach
Parzival (rechts) im Gespräch mit seiner Mutter im Stück der Kantonsschule Sursee. (Bild: Manuela Jans-Koch; Sursee, 24. Mai 2018)

Parzival (rechts) im Gespräch mit seiner Mutter im Stück der Kantonsschule Sursee. (Bild: Manuela Jans-Koch; Sursee, 24. Mai 2018)

Wie inszeniert man ein gigantisches Ritterepos auf der Theaterbühne einer Kantonsschule? Regisseur und Theaterpädagoge Dieter Ockenfels – längjähriger Lehrer an der Kantonsschule Sursee für das Freifach Theater – ist es gelungen, mit den Schülern zwischen 16 und 18 Jahren den «Parzival» in einer entstaubten, humorvollen Fassung zu zeigen. Die Geschichte Wolfram von Eschenbachs aus dem frühen 13. Jahrhundert ist im Original ein Versroman. Die Jugendlichen haben die moderne Fassung von Lukas Bärfuss einstudiert, welche die mittelalterliche Szenerie weniger statisch erscheinen lässt.

«Diese Produktion war vor allem sprachlich eine grosse Herausforderung», blickt Dieter Ockenfels auf das Schuljahr zurück. «Wir haben viele zusätzliche Probezeiten am Samstag eingefügt. Ich bin stolz auf die Leistung des ganzen Ensembles.»

Sprechchöre entlasten Hauptrolle

Die 16 Schülerinnen und Schüler zeigen ein leidenschaftliches, sehr textsicheres Spiel um edle Ritter, holdes Burgfräulein und tödliche Schwertkämpfe. Um den enormen Textanteil des tragisch-komischen «Parzivals» zu entlasten, hat Dieter Ockenfels den Text so angepasst, dass Sprechchöre die Geschichte in Erzählform vorantreiben. Jedes Wort sitzt, es ist spürbar, wie gut die Jugendlichen ihre Rollen verinnerlicht haben. Eine Hilfe dazu sind sicherlich auch die schönen Kostüme, welche das Bild der Ritterzeit zeichnen.

Das Bühnenbild hingegen ist karg: Metallstäbe simulieren den Wald, weitere Metallkonstruktionen abstrahieren Thron, Tisch oder Burg. Werklehrer Christian Stucki hat damit ein gutes Gespür bewiesen, wie der Zuschauer möglichst wenig vom Inhalt abgelenkt wird. Sensibel wirkt das Geigenspiel von Julia Egli, welche die Spannung bei den Umbauten hoch bleiben lässt. Es ist eine sehr gute Gesamtleistung aller, die es zum Vergnügen macht, Parzival auf dem Weg zu sich selbst zu folgen. Wenn Parzival, der von seiner verwitweten Mutter alleine und überbehütet grossgezogen wird, ausbricht, um Ritter zu werden, hat dies durchaus aktuellen Charakter. Es ist schliesslich der Weg eines jeden jungen Menschen, sich zu entwickeln.

Hinweis: Aufführungen: Samstag, 26. Mai, um 20 Uhr; Sonntag, 27. Mai, um 17 Uhr, Aula Kantonsschule Sursee. Reservation: www.kssursee.lu.ch

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