Rochade im Präsidium des Luzerner Kantonsgerichts

Beim Luzerner Kantonsgericht kommt es zu einer Rochade im Präsidium. Der bisherige Präsident Marius Wiegandt tauscht das Amt mit Andreas Galli, der bislang Vizepräsident war.

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Leitet neu die Luzerner Justiz: Andreas Galli. (Bild: PD)

Leitet neu die Luzerner Justiz: Andreas Galli. (Bild: PD)

(sda) Andreas Galli (CVP, Ebikon) hat die Leitung der Luzerner Justiz am 1. Juni angetreten, wie die Luzerner Gerichte am Dienstag mitteilten. Seine Wahl war bereits in der Januar-Session durch den Kantonsrat erfolgt. Im Sinne der Kontinuität hat Marius Wiegandt (SVP, Luzern), der seit 2015 die Gerichte präsidierte, den Posten des Stellvertreters übernommen.

Eine Amtszeitbeschränkung gibt es nicht, das Kantonsparlament wählt das Präsidium jeweils für zwei Jahre. Das Gesamtgericht, bestehend aus 24 Richterinnen und Richtern, die jeweils politische Parteien vertreten, hat ein Vorschlagsrecht, wie ein Sprecher der Gerichte auf Anfrage erläuterte. Diesem war der Kantonsrat gefolgt.

Die Amtszeit Wiegandts (53)) sei von einem hohen Spardruck geprägt gewesen, heisst es in der Mitteilung. Es sei ihm gelungen, der Luzerner Justiz die notwendigen Mittel zu sichern. Sein Nachfolger Andreas Galli (43) war 2015 ans Kantonsgericht gewählt worden und war seit 2016 dessen Vizepräsident.

Der Präsident des Kantonsgerichts vertritt die Gerichte und die dem Kantonsgericht unterstellten Gruppen gegenüber der Öffentlichkeit, dem Kantonsrat und dem Regierungsrat. Er steht zudem dem Gesamtgericht, der Geschäftsleitung und der Präsidentenkonferenz vor.