«Romeo und Julia» auf Luzerndeutsch

Auf der Halbinsel Tribschen in Luzern können in diesem Sommer Theaterfreunde die unglückliche Liebe von «Romeo und Julia» miterleben. Gisela Widmer übertrug Shakespeares Text ins Luzerndeutsche.

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Generalprobe von Romeo und Julia auf der Freilichtbühne auf Tribschen in Luzern. Auf dem Bild zu sehen ist links Judith Koch (als Julia) und rechts Christoph Keller (als Romeo). (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)

Generalprobe von Romeo und Julia auf der Freilichtbühne auf Tribschen in Luzern. Auf dem Bild zu sehen ist links Judith Koch (als Julia) und rechts Christoph Keller (als Romeo). (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Alle zwei Jahre veranstaltet der Verein Luzerner Freilichtspiele auf Tribschen, wo einst Richard Wagner wohnte, ein Theaterspektakel. 2007 war es William Shakespeares «Sommernachtstraum», 2009 Christopher Marlowes «Doktor Faustus».

Für die dritte Produktion, die am Mittwoch startete, fiel die Wahl wieder auf Shakespeare. Wie schon 2007 und 2009 sind Gisela Widmer und Livio Andreina für Text und Regie zuständig, erneut stehen neben Profis (Jeanine Ueberschlag, Christoph Keller, Judith Koch, Roger Kaufmann) Laien auf der Bühne. Bis am 20. Juli sind 21 Vorstellungen programmiert.

Gisela Widmer kürzte das Stück stark. Ein Freilichtspiel sei ein Gesamtkunstwerk, das nicht nur von den Darstellern, der Regie und dem Text lebe, sondern auch von der Natur, den Geräuschen und dem Himmel, begründet sie diesen Eingriff.

Links Judith Koch (als Julia) und rechts Christoph Keller (als Romeo). (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Bild: Pius Amrein/Neue LZ
Szene während der Proben. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)
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Links Judith Koch (als Julia) und rechts Christoph Keller (als Romeo). (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Widmer erklärt, dass es nicht einfach sei, «Romeo und Julia» zu übersetzen. Der Text entziehe sich oft einer Übertragung, dies wegen den vielen Kalauern, die nur in der englischen Sprache möglich seien. Ignoriert werden dürften diese Wortverdrehungen aber nicht, genauso wenig die Obszönitäten Shakespears.

Für Regisseur Livio Andreina ist «Romeo und Julia» freilichttauglich, weil das Stück viele Menschen aus verschiedenen Schichten anspreche. Shakespeare führe den Zuschauer in einer genialen Dramaturgie hinter den Vorhang menschlichen Seins.

Für die Ausstattung des Stücks zeichnete Anna Maria Glaudenmans Andreina verantwortlich. Die Musik komponierte Christoph Baumann, Professor für Jazzpiano an der Hochschule für Musik Luzern, gespielt werden die Klänge von seinen Studenten.

sda