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RONTAL: Die Hauptstrassen werden entlastet

Damit die Busse trotz Bevölkerungswachstum künftig gut vorankommen, sollen Autos auf Nebenstrassen zurückgehalten werden. Zudem sind zwei durchgehende Veloachsen geplant.
Auf der Hauptachse durchs Rontal soll der Verkehr flüssiger werden. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 6. November 2017))

Auf der Hauptachse durchs Rontal soll der Verkehr flüssiger werden. (Bild: Pius Amrein (Ebikon, 6. November 2017))

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

Der Verkehr ist die grosse Herausforderung für das Rontal. Nicht nur wegen der Mall of Switzerland, sondern auch, weil die Bevölkerung in der Region aufgrund zahlreicher Bauprojekte bis 2030 um rund 35 Prozent wachsen soll.

Um dies zu bewältigen, haben der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger Luzern Plus, der Verkehrsverbund sowie die Gemeinden Ebikon, Buchrain, Dierikon, Root, Gisikon, Inwil und Honau das Gesamtverkehrskonzept Luzern Ost erarbeitet. Dieses orientiert sich am Gesamtverkehrskonzept der Stadt Luzern, das 2015 vorgestellt worden ist und vorsieht, dass der Verkehr zu den Stosszeiten auf Nebenstrassen und in den Parkhäusern zurückhalten wird. Dadurch werden die Hauptstrassen entlastet.

Leute sollen auf ÖV und Velo umsteigen

«Das Ziel ist, einen Teil des Verkehrs auf den ÖV und den Langsamverkehr zu verlagern», sagt Kurt Sidler, Geschäftsführer Luzern Plus. Damit das gelingt, müsse der ÖV attraktiv sein – also gut vorwärtskommen. Vorgesehen sind vor allem kleine Massnahmen, die laufend umgesetzt werden: beispielsweise Justierungen an bestehenden Ampeln oder Verkehrsknoten. Federführend ist dabei der Kanton.

Weiter müssen Bauherren bei Neubauten Mobilitätskonzepte erarbeiten. Diese sehen etwa eine Höchstanzahl an Parkplätzen vor. Für die Mall wurde zudem ein Fahrtenmodell erarbeitet – das Einkaufszentrum darf jährlich nicht mehr als 3 Millionen Fahrten generieren. Auch bei anderen Überbauungen seien Fahrtenmodelle möglich, geplant seien derzeit aber keine.

Um den Veloverkehr zu fördern, wollen die betroffenen Gemeinden und Luzern Plus zudem zwei durchgehende Velowege realisieren. Einer soll entlang der Bahngleise von Ebikon nach Root führen (wir berichteten). Für dieses Projekt sind im kantonalen Agglomerationsprogramm 4 Millionen Franken eingestellt, wobei es sich erst um eine grobe Schätzung handelt. Die Realisierung ist ab 2019 vorgesehen. Der zweite Weg soll bis ungefähr 2022 südlich der Hauptstrasse entlang der Hügel entstehen und von Luzern nach Honau führen. Er ist vor allem für die Hangbewohner gedacht. Eine Kostenschätzung liegt noch nicht vor.

Weitere Massnahmen des Gesamtverkehrskonzepts Luzern Ost sind bereits bekannt: Ab Mittwoch wird der Takt der Buslinie 23 erhöht, mit dem Fahrplanwechsel im Dezember die neue Linie 111 Ebikon–Inwil–Emmen Waldibrücke eingeführt. Ab Dezember 2019 fährt die Buslinie 1 zur Mall, weiter verkehrt dann die Linie 18 zwischen Ebikon, Kantonsspital und Littau. Langfristig ist geplant, dass Ebikon alle 30 Minuten eine Regio-Express-Verbindung nach Zürich erhält. Voraussetzung dafür ist aber die Realisierung des Zimmerbergtunnels.

Für die Gemeinde Ebikon von grosser Bedeutung ist der Bushub, der ebenfalls 2019 eröffnet werden soll. Das 12-Millionen-Franken-Projekt soll auch das Ortsbild aufwerten. Die Vision der Gemeinde ist eine verkehrsberuhigte Achse zwischen Pfarreiheimplatz, Riedmattstrasse, Bushub und Gemeindehausplatz.

Für die Flaniermeile wird es eng

Eine weitere Vision ist die Flaniermeile entlang der Kantonsstrasse im Zentrum Ebikons. Für diese müssten Fahrspuren aufgehoben werden. Ob das realistisch ist, ist jedoch fraglich. Aufgrund des Bushubs werden künftig 68 Busse pro Stunde von der Bahnhofstrasse in die Zentralstrasse und umgekehrt einbiegen. Diese werden bei der Ampel bevorzugt, wodurch der Verkehr auf der Zentralstrasse aufgehalten wird. Gemäss Szenarien des Kantons sollte es zwar nicht zu einem Verkehrskollaps kommen. Ob dies auch bei einem Spurabbau noch der Fall wäre, müsse man aber kritisch beobachten, sagt der parteilose Ebikoner Gemeinderat Hans Peter Bienz.

Der Kanton als Eigentümer der Strasse will nun verschiedene Varianten prüfen – darunter auch die Flaniermeile. Wann die Strasse tatsächlich umgestaltet wird, ist aber noch offen.

Hinweis: Weitere Infos zum Projekt auf www.luzern-ost.ch

So stellt sich die Gemeinde Ebikon den neuen Bushub vor. (Bild: Visualisierung: PD)

So stellt sich die Gemeinde Ebikon den neuen Bushub vor. (Bild: Visualisierung: PD)

Dieses Haus an der Bahnhofstrasse 5 in Ebikon muss wegen des Bushubs weichen. (Bild: PD)

Dieses Haus an der Bahnhofstrasse 5 in Ebikon muss wegen des Bushubs weichen. (Bild: PD)

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