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Altes Restaurant in Root weicht neuer Überbauung

Das ehemalige «Central» an der Bahnhofstrasse Root steht schon lange leer und gilt als Schandfleck. Nun wird es abgerissen. Im Gebiet sollen bis zu 70 Wohnungen, Gewerberäume und ein Dorfplatz entstehen.
Stefan Dähler
Das ehemalige Restaurant Central an der Bahnhofstrasse in Root wird abgerissen. Bild: Pius Amrein (6. September 2018)

Das ehemalige Restaurant Central an der Bahnhofstrasse in Root wird abgerissen. Bild: Pius Amrein (6. September 2018)

Nach einer langen Planungsphase mit Hindernissen ist der Startschuss für die Rooter Zentrumsüberbauung nun gefallen. Der aktuell laufende Abriss des ehemaligen Restaurants Central ist die erste bauliche Massnahme des Projekts Bahnhofstrasse Nord, welches das Erscheinungsbild des Gebiets beim Coop-Gebäude deutlich verändern wird.

Der frühzeitige Rückbau des «Central» soll Ende Woche abgeschlossen sein. Die Massnahme war ein Wunsch der Gemeinde Root. «Das Gebäude steht seit rund 2,5 Jahren leer. Es war eingegittert und bot keinen besonders schönen Anblick in einem Dorfzentrum», sagt Gemeindepräsident Heinz Schumacher (FDP). Er fügt an: «Wir sind froh, dass in Sachen Zentrumsüberbauung nun etwas geht.» Denn die Planungen für das Projekt laufen schon seit Jahren (siehe Kasten unten).

Weiterer Grossverteiler denkbar

Eigentümerin des Areals ist die PGW Immo AG mit Sitz in Baar. Geplant sind gemäss Konzept der Gemeinde Root ein rund 25 Meter hohes Gebäude mit acht Geschossen neben Coop sowie ein 17 Meter hohes Innenhof-Gebäude mit vier Geschossen und Attika. Der höhere Neubau wird mit einem kleineren Grundriss realisiert, damit in Richtung Bahnhofstrasse Raum für einen Dorfplatz entsteht. Es entstehen total rund 60 bis 70 Wohnungen.

Im Erdgeschoss des Innenhof-Gebäudes sind ausserdem publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen. «Denkbar wären auch ein weiterer Grossverteiler, Rooter Gewerbebetriebe oder ein Café», sagt Gemeindepräsident Schumacher. Weiter südlich entstehen nochmals vier Neubauten mit bis zu maximal fünf Geschossen. Hierfür sind die Planungen aber noch nicht so weit fortgeschritten.

Zuerst muss das Volk abstimmen

Bis die neue Überbauung realisiert werden kann, dauert es aber noch eine Weile. «Zuerst muss die Ortsplanungsrevision vom Stimmvolk bewilligt werden», sagt Schumacher. Demnächst wird diese öffentlich aufgelegt, die Abstimmung erfolgt voraussichtlich im Mai 2019. Ursprünglich strebte die Gemeinde eine Abstimmung im November an. «Das ist jedoch nicht mehr möglich, weil die Vorprüfung durch den Kanton länger gedauert hat, als erwartet», so Schumacher. Sagt das Stimmvolk Ja zur Revision, muss der Regierungsrat diese noch bewilligen. Danach wird die Eigentümerin einen Gestaltungsplan erarbeiten.

Das Rooter Stimmvolk hat sich übrigens schon einmal zum Zentrumsprojekt äussern können – 2017, als es um einen dafür nötigen Landkauf ging. Es sagte damals mit 74 Prozent deutlich Ja.

Mietwohnungen im «mittleren Preissegment»

Wann die neue Überbauung eröffnet werden kann, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. «Es wird mindestens drei Jahre dauern», sagt Gerhard Willi, Teilinhaber der PGW Immo AG. Man bereite derzeit den Gestaltungsplan vor. «Es werden Mietwohnungen mit zwischen 2,5 bis 4,5 Zimmern im mittleren Preissegment sein. Die Lage ist mit Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und guten ÖV-Anschlüssen für ältere wie auch für jüngere Leute attraktiv.»

Zu den Investitionskosten macht Willi keine Angaben. Die genaue Zahl der Parkplätze stehe noch nicht fest. «Es wird sicher einer pro Wohnung sein. Geplant ist eine Tiefgarage, in der auch die Coop-Kunden parkieren können.» Der Dorfplatz werde daher autofrei sein.

Langer Weg zur Zentrumsüberbauung

Bereits seit 2012 ist eine neue Überbauung an der Bahnhofstrasse in Root ein Thema. Eigentlich sollten die Winterthurer Immobilienfirma Bellavista und die Familie Arnet, der das benachbarte Grundstück gehört, das Projekt realisieren. Allerdings kam es zu Unstimmigkeiten. Schliesslich entschloss sich der Rooter Gemeinderat, das Land der Bellavista für 3 Millionen Franken zu kaufen; 2017 sagte das Stimmvolk Ja zu diesem Vorhaben. In der Folge verkaufte die Gemeinde das Land zum selben Preis wieder an die PGW Immo AG Baar (Ausgabe vom 18. Mai). Hinter der AG steht das Ehepaar Patricia und Gerhard Willi. Erstere ist gebürtige Arnet und Mitbesitzerin der anderen Parzelle. Somit kann das Projekt quasi durch einen Eigentümer geplant werden.

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