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ROOT: «Das D4 hat sich gelohnt»

Begonnen hat alles mit 150 Arbeitsplätzen. Heute – zehn Jahre später – arbeiten im D4 Business Village über 2000 Menschen. Und es sollen noch mehr werden.
Lena Berger
Ein moderner Bürokomplex, gepaart mit Freizeitangeboten: Bruno Kunz, Leiter des D4 Business Village, an seinem Arbeitsort. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Ein moderner Bürokomplex, gepaart mit Freizeitangeboten: Bruno Kunz, Leiter des D4 Business Village, an seinem Arbeitsort. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Am Anfang war die Skepsis gross. Insbesondere das lokale Gewerbe hatte Vorbehalte gegenüber dem D4 Business Center, das die Suva 2003 als Investorin auf die Beine stellte. Unter anderem bestand die Befürchtung, dass sich lediglich Start-up-Firmen ansiedeln würden, die der Gemeinde keine nennenswerten Steuereinnahmen bringen würden.

Ausnützung: 94 Prozent

Seither hat sich viel getan. Im D4 Business Village haben sich eine Reihe etablierter Unternehmen niedergelassen. 145 Firmen sind es insgesamt. Darunter sind die Zurich Versicherung und die Softwarefirma Sage Schweiz AG, aber auch internationale Firmen wie die Geistlich Pharma AG und die The Nielsen Company GmbH haben im D4 ihre Büros. Zudem sind dort Restaurants, ein Fitnesscenter, ein Nagelstudio und eine Stepptanzschule eingemietet. Der Vermietungsstand liegt gemäss Bruno Kunz, Leiter des D4 Business Village, aktuell bei 94 Prozent. «Wir sind damit sehr zufrieden und fassen deshalb den dritten Ausbau des Zentrums ins Auge.» Derzeit ist die Suva auf der Suche nach potenziellen Mietern. Der Neubau – parallel zur Strasse zwischen den beiden Kreiseln – soll zirka 14 500 Quadratmeter Bürofläche und damit Platz für 700 zusätzliche Arbeitsplätze bieten. Die Kosten dafür werden auf 40 bis 45 Millionen Franken geschätzt. Gebaut wird, sobald 50 Prozent der Fläche vermietet sind. «In unserem Fokus stehen dabei auch internationale Firmen», erklärt Kunz. Im Bebauungsplan sind zudem zwei weitere Gebäude vorgesehen. Einerseits ein Neubau direkt an der Hauptstrasse und anderseits eine Verlängerung des bestehenden Flankenbaus. Denkbar ist gemäss Kunz, einen Teil des Geländes im Baurecht an einen anderen Investor abzutreten und diesem die Bebauung zu überlassen. «Wichtig ist uns dabei, dass der Branchenmix aus Büros, Restaurants und Freizeitangeboten erhalten bleibt – das ist unsere Stärke.»

Bereits 170 Millionen investiert

2003 hat die Suva die ersten Gebäude des D4 eröffnet. Kostenpunkt: rund 80 Millionen Franken. «Damals war vor dem Bau nur ein Bruchteil der Räumlichkeiten vermietet. Folglich war es ein mutiges Projekt – aber eines, das sich gelohnt hat», sagt Kunz. Gerade mal drei Jahre später folgte der 44 Millionen Franken teure Flankenbau entlang der Bahnlinie. 2009 wurde dann das Bürogebäude bei der Hauptstrasse fertig­gestellt. Insgesamt hat die Suva in den letzten zehn Jahren 170 Millionen Franken investiert – und rund 53 000 Quadratmeter vermietbare Fläche erstellt.

An der Eröffnung des D4 vor zehn Jahren sprach der damalige Geschäftsführer davon, dass in den nächsten 12 bis 18 Jahren insgesamt 130 000 Quadratmeter Nutzfläche erstellt werden sollten. Trotz der diversen Ausbauten ist man von diesem Ziel heute jedoch weit entfernt. Ein Problem? «Nein», findet der heutige D4-Leiter Kunz. «Wir streben ein gesundes organisches Wachstum an, das heisst, wir wollen aufgrund der Raumbedürfnisse und nicht auf Vorrat bauen.»

Hotelpläne auf Eis gelegt

Nicht realisiert wurde der Plan, auf dem Gelände des D4 ein Businesshotel zu bauen. Und dies, obwohl 2008 bereits ein Betreiber dafür gefunden und der Bebauungsplan genehmigt war. «Wie sich heute zeigt, ist es aufgrund der guten verkehrstechnischen Erschliessung des D4 gar nicht nötig, auf dem Gelände ein Hotel zu führen», sagt Kunz dazu. Kongressteilnehmer und Businesskunden würden die qualitativ hochstehenden Übernachtungsmöglichkeiten in der Stadt nutzen. «Luzern ist mit den Bergen, dem See und den Unterhaltungsmöglichkeiten sehr attraktiv – da wäre es für einen Hotelbetreiber in Root schwierig geworden, mitzuhalten», erklärt Kunz.

Gemeinde hofft auf Ausbau

Und welches Fazit zieht die Gemeinde Root nach zehn Jahren D4? «Das Zentrum hat uns viele Arbeits- und Ausbildungsplätze bei spannenden Firmen gebracht», sagt dazu Gemeindepräsident Heinz Schumacher. Das Dorf sei dadurch sicher auch belebt worden und profitiere auch steuertechnisch. «Ich hoffe, dass der geplante Ausbau bald realisiert werden kann – denn wir haben auch bezüglich Wohnraum noch grosses Wachstumspotenzial», findet Schumacher.

Hinweis

Morgen und am Samstag wird das Jubiläum des D4 Business Village mit einem Künstlerfestival auf dem Areal gefeiert. 80 Künstler nehmen teil. Die Eröffnung ist am Freitag um 17 Uhr, der Eintritt ist gratis.

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