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Rooter Gemeinderat will die Steuern senken

Ab 2019 soll der Steuerfuss der Gemeinde Root von 1,95 auf 1,75 Einheiten reduziert werden. Der Wettbewerb mit anderen Gemeinden steht dabei nicht im Zentrum.
Gabriela Jordan
D4 Business Village in Root: Die Steuern von juristischen Personen machen mit 26 Prozent einen wichtigen Anteil der Rooter Steuereinnahmen aus. Archivbild: Dominik Wunderli

D4 Business Village in Root: Die Steuern von juristischen Personen machen mit 26 Prozent einen wichtigen Anteil der Rooter Steuereinnahmen aus. Archivbild: Dominik Wunderli

Gute Nachrichten für die Rooter Bevölkerung: Bereits nächstes Jahr könnten die Gemeindesteuern für sie tiefer ausfallen. Der Gemeinderat beabsichtigt, den Steuerfuss von aktuell 1,95 auf 1,75 Einheiten zu senken. Faktisch liegt er schon jetzt bei 1,8 Einheiten. Dies, weil in Root für die beiden Jahre 2017 und 2018 ein Steuerrabatt von 0,15 Einheiten gilt. Wie unsere Zeitung jüngst berichtete, sind solche Steuerrabatte im Kanton Luzern künftig aber nicht mehr möglich: Mit dem neuen Finanzhaushaltsgesetz tritt ab dem Steuerjahr 2019 ein Verbot in Kraft.

Mit diesem Verbot hat die beabsichtigte Steuerfusssenkung jedoch nicht direkt zu tun. Wie Finanzdirektor Patrick Meier (CVP) erklärt, hat der Rooter Gemeinderat schon länger darauf hingearbeitet. «Unsere Steuererträge sind zuletzt im Jahr 2011 gesunken, als Auswirkung der kantonalen Steuergesetzrevision. Seither sind die Erträge kontinuierlich gestiegen – und zwar auch im Jahr 2017, in dem bereits der Steuerrabatt galt.» Heute seien die Erträge wieder auf dem Niveau von vor 2011 und sogar deutlich höher als budgetiert: Aufgrund von Mehreinnahmen von rund einer Million Franken, weist die Rechnung 2017 einen Überschuss von 1,5 Millionen Franken aus.

Laut Meier ist das eine gewünschte Entwicklung, die vor allem auf das Bevölkerungswachstum zurückgeht. Die Steuern von juristischen Personen machen mit 26 Prozent einen geringeren, aber dennoch wichtigen Anteil aus. Unter anderem sind viele Firmen im D4 Business Village beheimatet. Die Suva und die CSS wollen künftig ebenfalls in diesen Standort investieren.

Steuerfuss könnte dereinst noch mehr sinken

«Da wir einen grossen Wert auf Ausgabendisziplin legen und nicht mehr einnehmen wollen als nötig, möchten wir die Steuern bereits per 2019 senken. Entwickeln sich die Steuererträge, wie zu erwarten, so weiter, ist in naher Zukunft auch ein Steuerfuss von 1,7 denkbar», so Meier. Möglich sei die Senkung ausserdem, weil Root vor keinen riesigen Investitionen stehe: Beispielsweise wurde erst vor kurzem das Schulhaus Oberfeld erweitert und so genügend Schulraum geschaffen.

Über seine Pläne hat der Gemeinderat am Mittwochabend an der Gemeindeversammlung informiert. Darüber befinden wird die Bevölkerung an der Versammlung im November. Da gegen eine Steuersenkung kaum Widerstand zu erwarten ist, dürfte Root bald zu den steuergünstigsten Gemeinden im Rontal zählen. Nur Gisikon ist mit aktuell 1,7 Einheiten noch günstiger. Mehr Steuern zahlt man in Honau und Ebikon (1,9 Einheiten), Dierikon (1,95) und Buchrain (2). «Im Zentrum steht kein Steuerwettbewerb», betont Patrick Meier. Dass sich Neuzuzüger, die vom Rontal aus häufig in Richtung Zug oder Zürich pendeln, künftig lieber in Root als zum Beispiel in Dierikon niederlassen, schliesst Meier zwar nicht aus. «Nebst den Steuern spielen bei einem Umzug aber noch viele andere Faktoren eine Rolle. Allen voran muss die Immobilie stimmen, inklusive des Miet- oder Kaufpreises.»

Weiter wachsen wird Root aufgrund der vielen Bauprojekte jedoch so oder so – was allerdings nicht nur Vorteile mit sich bringt: Wie andere Agglomerationsgemeinden kämpft auch Root gegen die zunehmende Anonymität im Dorf und gegen die Tendenz, zu einer «Schlafgemeinde» zu werden. «Wir streben ein qualitatives Wachstum an und wollen es nicht explodieren lassen», sagt dazu Gemeindepräsident Heinz Schumacher (FDP).

Stimmvolk genehmigt Rechnung 2017

An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch haben die 70 anwesenden Stimmbürger die Rechnung 2017 samt Überschuss einstimmig genehmigt. Wie vom Gemeinderat beantragt, wird der Überschuss ins Eigenkapital überführt. Dieses steigt somit auf 9,7 Millionen Franken. Zugestimmt wurde auch dem Sonderkredit von 880'000 Franken für die Neukonzeption der Friedhofanlage sowie dem überarbeiteten Friedhof- und Bestattungsreglement.

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