Rose d'Or zieht aus Luzern weg

Das Rose d'Or Festival wird künftig nicht mehr in Luzern stattfinden. Mit dem Verkauf der Markenrechte durch Ringier wird die neue Besitzerin das etablierte Festival nächstes Jahr in Brüssel durchführen.

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Rose dOr-Festivaldirektor Markus Helbling, Schauspielerin Isabel Lucas, Stadtpräsident Urs W. Studer und Festivalpräsident Marco Castellaneta, von links, beim Durchschneiden des Bandes im Mai 2012 vor dem Hotel Schweizerhof in Luzern. (Bild: Keystone)

Rose dOr-Festivaldirektor Markus Helbling, Schauspielerin Isabel Lucas, Stadtpräsident Urs W. Studer und Festivalpräsident Marco Castellaneta, von links, beim Durchschneiden des Bandes im Mai 2012 vor dem Hotel Schweizerhof in Luzern. (Bild: Keystone)

Die European Broadcasting Union EBU ist damit neue Besitzerin des Rose d’Or Festivals. Sie übernimmt Vermarktung, Organisation und Durchführung eines der weltweit renommiertesten Festivals im Fernsehbereich von der Ringier AG. Ringier hatte die Rose d’Or 2009 übernommen.

Wie aus der Medienmitteilung von Ringier weiter hervorgeht, gehöre die Rose d’Or zu den weltweit bedeutendsten Festivals in der Fernsehunterhaltung. Nach Montreux als erstem Austragungsort in den Jahren 1961 bis 2003 wurde das Festival seit 2004 im KKL in Luzern durchgeführt. Im Zentrum des Festivals steht der internationale Wettbewerb für Fernsehunterhaltungsprogramme.

Ringier hatte die Rose d’Or 2009 kurz vor dem 50-Jahr-Jubiläum des Festivals vom Freddy Burger Management übernommen. Das Festival sei in den vergangenen Jahren unter neuer Leitung auf solide Beine gestellt worden. Man habe es zu einem Forum und einem der wichtigsten Treffpunkte für Entscheidungsträger der weltweiten Medienbranche erweitert, so Ringier.

Rose d'Or wird internationaler

Aufgrund der Neuorganisation des Entertainment-Bereichs bei Ringier wurden die Markenrechte nun an die European Broadcasting Union EBU verkauft.

Marc Walder, CEO der Ringier AG, zum Verkauf der Rose d‘Or: «Ringier hat die Rose d'Or wieder als das platzieren können, was sie ist: eines der wichtigsten Fernsehunterhaltungs-Festivals überhaupt. Die European Broadcasting Union kann diesem Event nun die perfekte Plattform für eine grosse Zukunft bieten. Das freut mich.»

Die Vermarktungsrechte gehen per 1. August 2012 an die European Broadcasting Union – die Organisation des nächsten Festivals in Brüssel obliegt somit bereits der EBU. Die EBU ist ein Zusammenschluss von derzeit 74 Rundfunkanstalten in 56 Staaten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens mit Sitz in Genf. Hauptamtliche Generaldirektorin der EBU ist Ingrid Deltenre, vormalige Direktorin des Schweizer Fernsehens.

Ingrid Deltenre zum Kauf der Markenrechte: «Das Rose d’Or Festival steht für Qualität und innovative Unterhaltungswerte, welche die Grundlagen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bilden. Für die EBU ist es grossartig, das Rose d’Or Festival übernommen zu haben, und wir freuen uns darauf, die Veranstaltung einem grösseren europäischen Publikum zugänglich zu machen.»

pd / kst