Roth in Einbürgerungskommission gewählt

Im Grossen Stadtrat waren die Wahlen in die städtische Einbürgerungskommission wie erwartet umstritten. Für Simon Roth sprachen viele leere Stimmzettel.

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Der Stadtluzerner SP-Vizepräsident Simon Roth. (Bild: PD)

Der Stadtluzerner SP-Vizepräsident Simon Roth. (Bild: PD)

16 neue Grossstadträte und 32 Bisherige legten am Donnerstag im Luzerner Rathaus ihren Amtseid ab – und waren schnell schon mittendrin in den politischen Grabenkämpfen. Auf der Tagesordnung stand zwar «nur» die Bestellung von Kommissionen, aber die hatte es in sich. SVP, FDP und CVP kündigten an, die Kandidatur von Simon Roth (SP) für die Einbürgerungskommission nicht zu unterstützen. Sie warfen ihm vor, Amtsgeheimnisse an seine Parteileitung ausgeplaudert zu haben. Ein Vorwurf, der von der Staatsanwaltschaft voruntersucht wird.

«Wir verlangen eine separate Abstimmung für Simon Roth», sagte Daniel Wettstein (FDP). Roths Parteikollegin Valentina Smajli, die von der SP nicht mehr für eine weitere Amtszeit nominiert worden war, hatte die Vorwürfe der Amtsgeheimnisverletzung formuliert. Dieses Vorgehen genehmigte der Rat und sprach sich zudem für eine geheime Wahl aus. Bei der Abstimmung schaffte Simon Roth mit 23 Stimmen die Wahl. Er schöpfte das Potenzial der Stimmen von SP, Grünen und GLP voll aus. CVP, FDP und SVP hätten zwar die Ratsmehrheit. Weil aber 14 Stimmzettel leer eingelegt wurden, verringerte sich das absolute Mehr auf 17, so dass Roth das nötige Quorum erreichte.

Christian Bertschi

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