ROTHENBURG: Autobahnanschluss: Juristischer Streit droht

Der Bund gibt grünes Licht für den Autobahnanschluss Rothenburg. Dies könnte allerdings ein Fall für die Richter werden.

Drucken
Teilen
Das Gebiet im Bereich des geplanten Autobahnanschlusses Rothenburg. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das Gebiet im Bereich des geplanten Autobahnanschlusses Rothenburg. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Der Rothenburger Gemeindepräsident Reto Wyss freut sich: «Der Autobahnanschluss Rothenburg ist auf die Zielgerade eingebogen.» Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat das Projekt bewilligt. Dabei wurden insgesamt 73 Einsprachen gegen den Autobahnanschluss behandelt. «Die meisten wurden abgewiesen», sagt Wyss, «einige wurden teilweise gutgeheissen, etwa im Bereich des Lärmschutzes.» Am Zubringer, dem Hauptkritikpunkt der Einsprecher, wurde aber nichts verändert. Wyss: «Der wurde belassen wie in der ursprünglichen Planung vorgesehen.»

Beschwerdemöglichkeit bis Ende August
Jetzt kann das Projekt weiter behandelt werden, sagt Wyss, «zusätzliche Einsprachen können keine mehr gemacht werden.» Allerdings: «Alle bisherigen Einsprecher haben jetzt die Möglichkeit den Entscheid zu prüfen und mit einer Beschwerde gegebenfalls weiterzuziehen.» Dies würde heissen, dass sich die Gerichte mit dem Autobahnanschluss in Rothenburg beschäftigen müssten. Die entsprechende Frist läuft aufgrund der Ferien erst Ende August ab. Ob er mit einem Weiterzug rechnet, will der Gemeindepräsident nicht sagen: «Dies kann ich nicht abschätzen. Ich finde, man muss diesen Entscheid sachlich beurteilen und nicht auf der emotionalen Ebene.»

Baubeginn für den Autobahnanschluss könnte schon in diesem Jahr sein, wie Reto Wyss sagt: «Wenn es nicht vor Gericht geht, können die Bauarbeiten schon im Spätherbst beginnen.» Wie lange es im Fall von einem Weiterzug geht, kann Wyss nicht sagen: «Dann liegt es in den Händen der Richter.»

Michael Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.