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ROTHENBURG: Die Guuggemusig Födlibörger ist Geschichte

Nach 37 Jahren löst sich die Rothenburger Guuggenmusik Födlibörger auf. Das Vereinsvermögen spendet sie für wohltätige Zwecke.
Födlibörger-Musikanten im Jahr 2006. (Bild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Födlibörger-Musikanten im Jahr 2006. (Bild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Rothenburg muss an der diesjährigen Fasnacht ohne eine seiner Traditionsguuggenmusiken auskommen. Die Födlibörger haben sich nach 37 Jahren Aktivität aufgelöst. Die Internetseite ist abgeschaltet, das Vereinslokal Födlistobe bereits geräumt.

«Niemand traute sich»
«Es mangelte einfach an Mitgliedern, und es kam kein Nachwuchs mehr dazu», sagt Markus Portmann. Er war die letzten fünf Jahre Präsident der Födlibörger, die 1972 gegründet wurden. Laut Portmann zeichnete sich das Ende bereits ab. Er sei vor 12 Jahren in die Guuggenmusik eingetreten. Damals zählte sie rund 40 Mitglieder. Bei der Auflösung waren es knapp 20 Personen, von denen der Grossteil nicht mehr weitermachen wollte. Portmann: «Niemand traute sich, es auszusprechen, aber es war klar, dass die Fasnacht 2009 die letzte mit den Födlibörgern war.» Die Mehrheit der Födlibörger will nun nicht mehr in einer Guuggenmusik sein, einzelne wechseln zu den Borggeistern Rothenburg. Vom verbleibenden Vereinsvermögen wurden rund 7000 Franken an wohltätige Organisationen gespendet. Ein Restbetrag wird im Frühling für einen letzten Ausflug der Guugger aufgebraucht.

«Schade um die Födlibörger»
«Es ist sehr schade, wenn sich Guuggenmusiken auflösen. Besonders wenn es alteingesessene wie die Födlibörger trifft», sagt Linus Jäck, Präsident «Vereinigte Guuggenmusiken Luzern». Aber manchmal sei eine Auflösung eben nicht abwendbar. Oft seien die fehlenden Mitglieder sowie die Finanzen das Problem. «Die verbleibenden Mitglieder wechseln jeweils zu anderen Gruppierungen oder bilden Kleinformationen», sagt er. Seltener komme es aufgrund von Streitigkeiten zu Absplitterungen von bestehenden Guuggenmusiken. «Wir halten uns mit Massnahmen zurück, um Auflösungen zu verhindern. Das ist Sache der einzelnen Gruppierungen», sagt Jäck. Doch falls erwünscht, biete man auch Hilfestellungen an.

Trend zu Kleinformationen
«Auflösungen kommen im Raum Luzern nicht oft vor. Die Zahl der Guuggenmusiken bleibt im Grossen und Ganzen konstant», sagt Jäck und ergänzt, «bei den Gruppen ist kein Nachwuchsproblem erkennbar.» Die Luzerner Fasnacht habe genügend Plattformen, um Junge zu begeistern. Hingegen sei ein Trend zu Kleinformationen festzustellen. Diese hätten den Vorteil, leichter in Beizen Platz zu finden.
Grundsätzlich könne man keine Unterscheidung von fasnachtsstarken und -schwachen Gemeinden machen, so Jäck. «Eine Rolle spielt aber die Grösse der Gemeinden. Eine einwohnerstarke hat natürlich mehr Potenzial bei Mitgliedern und Gönnern.»

Sasa Rasic

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