ROTHENBURG: Rothenburg plant Steuererhöhung

Das Budget 2014 der Gemeinde Rothenburg sieht ein Defizit von 733'000 Franken vor. Deshalb sollen die Steuern erhöht und ein Sparpaket geschnürt werden.

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Die Gemeinde Rothenburg (im Bild der Gasthof Bären) will die Steuern von 1,75 auf 1,90 Einheiten erhöhen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Gemeinde Rothenburg (im Bild der Gasthof Bären) will die Steuern von 1,75 auf 1,90 Einheiten erhöhen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Voranschlag der laufenden Rechnung 2014 sieht einen Aufwand von 39,31 Millionen Franken und einen Ertrag von 38,58 Millionen Franken vor, was zu einem Aufwandüberschuss von 733'000 Franken führt. Gemeinderätin Prisca Birrer-Heimo führt das Minus auf den Einbruch der Steuereinnahmen und zusätzliche Aufgaben der Gemeinde zurück.

Deshalb denkt der Gemeinderat über eine Steuererhöhung nach: Er beantragt der Gemeindeversammlung vom 26. November eine Erhöhung des Steuerfusses von 1,75 auf 1,90 Einheiten. Zusätzlich schnürt die Gemeinde ein Sparpaket. Unter anderem sollen die Beschaffungen reduziert und beim Personal gespart werden. Zusätzlich will die Gemeinde die Beiträge an Vereine kürzen und die Anzahl Anlässe reduzieren. Nur so könne eine ausgeglichene Gemeinderechnung erreicht werden, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.

Die Gemeinde hat mit der Zonenplanrevision eine erste Grundlage für ein massvolles Wachstum geschaffen. In den nächsten Jahren werden in Rothenburg 170 zusätzliche Wohnungen erstellt. Zusammen mit Sparbemühungen und den Ansiedlungen im Arbeitsgebiet bestehen gute Aussichten, den Finanzhaushalt wieder ins Lot bringen zu können, schreibt die Gemeinde weiter.

Fürs 2014 sieht die Gemeinde Investitionen von 4,44 Millionen Franken vor. Nebst der Fertigstellung des Erweiterungsbaus des Alters- und Pflegeheims Fläckenmatte sind verschiedene Massnahmen zur Umsetzung des Verkehrs- und Erschliessungsrichtplans, die Fortführung der Sanierung des Kanalnetzes sowie eine Zonenplanrevision im Arbeitsgebiet (Bahnhof) geplant. Über den Sonderkredit für die Planung des neuen Schulhauses und der Sporthalle wird die Gemeindeversammlung im Mai 2014 befinden.

Kostensteigerungen werden in den nächsten Jahren in den Bereichen Bildung und Gesundheit erwartet. Die Einführung des obligatorischen zweijährigen Kindergartens, die integrierte Förderung und die schul- und familienergänzenden Tagesstrukturen verursachen zusätzliche Aufwendungen. Die demografische Entwicklung der Bevölkerung und die generelle Kostensteigerung im Gesundheitswesen belasten die Restfinanzierung der Alterspflege zunehmend.

pd/rem