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ROTHENBURG: Rothenburger Kinder basteln bunte Grende

Der Verein Vereinigte Guuggenmusigen Luzern bastelt jedes Jahr mit Schülern für die Fasnacht. Wir schauten in einer zweiten Klasse zu.

Nicht Schreiben und Rechnen waren gestern im Schulhaus Gerbematt in Rothenburg angesagt, sondern Pinseln und Kleistern. Rund 20 Kinder der zweiten Primarklasse hantierten emsig mit Kleister, Ton, Papier, Farben und Lack und bastelten die verschiedensten Grende für die Fasnacht.

Tradition weitergeben
Fachmännische Unterstützung bekamen sie dabei von Simone Wey-Glaus von den Vereinigten Guuggenmusigen Luzern, dem grössten Fasnachtsverband der Zentralschweiz. «Es ist uns wichtig, dass die schöne Tradition des «Grende-Tragens» an junge Fasnächtler weitergegeben wird und nicht verloren geht.» Deshalb besucht der Vereinigten-Vorstand jedes Jahr eine Primarschulklasse in Luzern und Agglomeration und hilft beim Grende-Basteln mit. An zwei Halbtagen werden die Masken hergestellt. «Für uns vom Fasnachtsverband ist das eine schöne Möglichkeit, die Luzerner Fasnacht aktiv zu unterstützen», so Wey-Glaus.

Mit Schaumstoff gegen Druck
Die rund 7 und 8 Jahre alten Rothenburger Schüler sind beim Basteln kaum zu bändigen. Im Werkraum der Schule schneiden sie aus den getrockneten Masken Löcher für die Augen heraus, passen die Grende nochmals der Gesichtsform an und kleben hier und da Schaumstoff auf Druckstellen. Dann werden die Grende bemalt und lackiert.

Annika Müller hat eine Prinzessinnen-Maske mit langen blonden Haaren und Schleier gestaltet. «Natürlich habe ich auch das passende Kleid für diesen Grend», sagt sie stolz: «Ein schönes blaues Kleid.» An die Fasnacht will sie dennoch nicht, obwohl sie gut dafür ausgestattet wäre.

Schwester kommt zum Zug
Kilian Stutz hat Plankton gebastelt, eine Figur aus dem Comic Spongebob. «Am liebsten mochte ich das Kleistern.» Auch wenn ihm sein Grend gut gefällt, will er weder an die Fasnacht noch je in eine Guuggenmusig. «Aber ich kann ja auch so mit dem Grend spielen», sagt der 8-Jährige und bietet gleich grosszügig an, dass dann also auch seine Schwester mit der Maske spielen dürfe.

Celine Gyoni hat sich für das Grend-Sujet Hexe entschieden. «Meine zwei besten Freundinnen haben genau das Gleiche gebastelt, damit wir dann als Trio zusammen an die Fasnacht können.» Einmal in einer Guuggenmusig mitmachen, kann sie sich aber nicht vorstellen. «Das interessiert mich nicht so.»

Der Einzige, der mal in eine Guuggenmusig möchte, ist Nick Leber. «Ich will dort Schlagzeug spielen», sagt er. Mit seinem grimmigen Teufel-Grend gehts bald an die Fasnacht: «Und zwar nicht nur an die Rothenburger, sondern auch an die Luzerner Fasnacht.»

Noémie Schafroth

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