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ROTHENBURG: Seit 48 Jahren spielen sie zusammen

Heute lädt das Theater Rothenburg zur Premiere des neuen Stücks. Für zwei Spieler hebt sich der Vorhang dieses Jahr zum 48. Mal.
Hugo Blaser und Vreny Aregger stehen seit den 60er-Jahren gemeinsam auf der Bühne. (Bild: Yvonne Imbach)

Hugo Blaser und Vreny Aregger stehen seit den 60er-Jahren gemeinsam auf der Bühne. (Bild: Yvonne Imbach)

Obwohl für Vreny Aregger (65) und Hugo Blaser (71) heute die 48. gemeinsame Theaterpremiere ansteht, ist das neue Stück für das Theater Rothenburg erst die 34. Produktion. Der Verein wurde nämlich offiziell 1979 gegründet, da standen die beiden Laienspieler schon gut zehn Jahre zusammen auf der Bühne.

Vreny Aregger blickt zurück: «Wir haben ganz jung angefangen und studierten Stücke für die bunten Abende anderer Rothenburger Vereine ein. Die Trachtengruppe, der Jodlerklub oder der Männerchor wünschten sich ein Theaterstück als Ergänzung zu ihren Darbietungen.»

Bankangestellter spielte Bankräuber

Manchmal übten die spielfreudigen Rothenburger sogar zwei Stücke parallel ein: «Wir wollten ja den Besuchern nicht zweimal dasselbe Stück zeigen.» Die beiden Rothenburger verbindet eine schöne Freundschaft: «Wir wohnen in der Nähe, feiern auch mal Feste zusammen und besuchen mit unseren Ehepartnern gerne andere Theateraufführungen», sagt Hugo Blaser. Apropos Ehepartner: Hugo Blaser ist 41 Jahre, Vreny Aregger 42 Jahre verheiratet. Die beiden stehen also länger gemeinsam auf der Bühne, als sie verheiratet sind. Sie spielten einige Male ein Ehepaar, doch andere Rollen waren spannender. So lacht Hugo Blaser: «Vor meiner Pensionierung war ich Bankangestellter. Einen Bankräuber zu spielen, fand ich da natürlich ganz speziell.» ­Vreny Aregger schätzt es, dass in Rothenburg immer Stücke «mit Hand und Fuss» gespielt werden. «Schenkelklopfer sind nicht so mein Ding. Ein Stück soll unterhalten, aber nicht banal sein.» Auch nach 48 Jahren kribble es vor der Premiere, und sie denke sich: «Das ist es! Die ganzen Proben haben sich wieder gelohnt.»

Beide routinierten Spieler sagen, dass sie heute mehr Zeit ins Textlernen investieren müssen als früher. Hugo Blaser betont: «Das Lernen hält das Hirn jung. Und zweimal wöchentlich an die Probe zu gehen und anschliessend noch zusammen was trinken gehen, ist für das soziale Leben wichtig.» Auch im neuen Stück «Haus der letzten Chancen – Wenn die Alten flügge werden» werden Senioren in einem Altersheim aktiv, um ihr Zuhause zu retten. Es darf geschmunzelt und gelacht werden, was sich die reifere Generation einfallen lässt.

Yvonne Imbach

region@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Aufführungen: Heute 14 Uhr und 20 Uhr (Premiere). Weitere Aufführungen bis 2. Dezember. Chärnshalle Rothenburg. Reservation: Telefon 076 735 13 44 oderwww.theater-rothenburg.ch.

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