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ROTHENBURG: SP will Mehrfamilienhäuser verhindern

Auf zwei Grundstücken der Gemeinde sollen Mehrfamilienhäuser entstehen. Stattdessen fordert die SP gemeinnützige Wohnungen. Dafür lanciert die Partei die erste Gemeindeinitiative überhaupt.
Gabriela Jordan
Baustelle im Kanton Luzern: Hier entstehen Mehrfamilienhäuser. (Bild: Roger Grütter)

Baustelle im Kanton Luzern: Hier entstehen Mehrfamilienhäuser. (Bild: Roger Grütter)

Gabriela Jordan

gabriela.jordan@luzernerzeitung.ch

Die Zeiten, in denen der Ruf nach mehr gemeinnützigen Wohnungen nur in dicht besiedelten Städten erklang, scheinen vorbei zu sein. Auch in ländlicheren Gemeinden ist sozialer Wohnungsbau immer mehr ein Thema, wie das jüngste Beispiel in Rothenburg zeigt. Dort fordert ein Initiativkomitee, bestehend aus vier SP-Mitgliedern, dass zwei gemeindeeigene Grundstücke ausschliesslich an gemeinnützige Wohnbauträger verkauft oder im Baurecht abgegeben werden. Dazu lanciert das Komitee eine Gemeindeinitiative – die erste in Rothenburg überhaupt.

Die Rede ist von folgenden zwei Grundstücken: Gimmermee und Eschenmatte. Beide befinden sich in der Nähe der Bushaltestelle Eichenring, Gimmermee nördlich und Eschenmatte südlich der Rosengartenstrasse. Bei der Zonenplanre­vision 2012 wurden die zwei Parzellen für den Bau von Mehrfamilienhäusern eingezont.

Weshalb das Komitee dort stattdessen Genossenschaftswohnungen verlangt, erklärt Wendelin Koch, Initiant und Präsident der SP Rothenburg: «Ich weiss von Familien, die hier keine bezahlbare Wohnung finden.» Günstigen Wohnraum gebe es zwar schon, jedoch zu wenig. «Mieterwechsel finden in den bestehenden Genossenschaftswohnungen nur selten statt.» Laut Koch hat der Gemeinderat zwar ebenfalls im Sinn, beim Grundstück Gimmermee gemeinnützige Wohnungen zu bauen. «Das ist aber einfach eine Aussage, eine Garantie haben wir nicht.»

SP vermutet Spekulationsgeschäft

Bei der Eschenmatte würde der Gemeinderat jedoch eine andere Haltung vertreten, so Koch: «Wir vermuten, dass die Eschenmatte mehr wert ist, da sich das Grundstück an einer ruhigen, schönen Lage befindet.» Deshalb strebe der Gemeinderat dort wohl lieber ein «Spekulationsgeschäft» an. «Wir finden aber, dass Genossenschaftswohnungen nicht bloss an ‹schlechteren› Orten entstehen müssten.» Gerade für Familien sei die Eschenmatte ideal.

Dazu Stellung nehmen will der Rothenburger Gemeinderat erst, wenn die Initiative formal zu Stande kommt. Das sagt Gemeindepräsident Bernhard Büchler (CVP) auf Anfrage unserer Zeitung. «Im Vorfeld haben wir den Initianten aber mitgeteilt, dass wir das nicht unterstützen werden.» Dies, weil die im Jahr 2012 vorgestellte Strategie bisher vollumfänglich von der Bevölkerung unterstützt worden sei. «Die bisherige Strategie wird weiterverfolgt und hat bisher zu erfolgreichen Verkäufen geführt, die mit Spekulation nichts zu tun haben.» Zudem weist Büchler auf das Finanzziel hin, das die Gemeinde Rothenburg erreichen müsse.

Unterstützung aus Kirchenkreisen

Um das Begehren durchzubringen, muss das Komitee innert 60 Tagen genügend Unterschriften beim Gemeinderat einreichen: gemäss Gemeindeordnung mindestens einen Zehntel der Stimm­berechtigten, also rund 540 Un­terschriften. Wendelin Koch ist guter Dinge. Unterstützung würden sie aus Kirchenkreisen sowie von den Baugenossenschaften erhalten – der Wohnbaugenossenschaft Rothenburg (Wobaro) und der Baugenossenschaft Rothenburg (BGR). «Auch von der CVP als Familienpartei hoffen wir auf Unterstützung.» Am 4. April soll das Sammeln der Unterschriften beginnen. Rothenburger Einwohner erhalten dazu per Post Unterschriftsbogen zugesandt.

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