ROTHENBURG: Streit um neue Hochspannungsleitung

Die Hochspannungsleitung soll aus dem Dorf doch auch die Bauern wollen die Masten nicht auf ihrem Land. Wohin damit?

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Stromleitungen - wie hier zwischen Immensee und Goldau - prägen die Landschaft. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Stromleitungen - wie hier zwischen Immensee und Goldau - prägen die Landschaft. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Niemand will unter einer Hochspannungs­leitung wohnen: Deshalb will der Rothen­burger Gemeinderat eine bestehende Leitung im Gebiet Rosshalde und Lindau von der Wohnzone ins Landwirtschafts­gebiet verlegen.

Doch die betroffenen Bauern sind von der Idee gar nicht begeistert. Eine Bäuerin, die auf einem der Landwirtschafts­betriebe wohnt, hat deshalb an der Orientierungsversammlung der Gemeinde letzte Woche einen Gegenvorschlag gemacht: Die Stromleitung soll unter den Boden.

Die Gemeinde hat eine Erdverlegung bereits durch einen Fachspezialisten der BKW Energie AG abklären lassen. «Aus Kostengründen ist dies gemäss aktuellem Planungsstand unrealistisch», sagt der Geschäftsführer der Gemeinde, Philipp Rölli. Die Kosten seien vom Experten auf rund 30 Millionen Franken geschätzt worden, zehnmal höher als für die Freileitung. verlegt werden.

Studien weisen Krebsrisiko nach
Die Berner SP-Politikerin Katrin Sedlmayer verweist auf verschiedene Studien, welche ein erhöhtes Krankheitsrisiko für Menschen nachweisen würden, welche in unmittelbarer Nähe einer Hochspannungsleitung leben. Auch sei bei mehreren Studien erhöhtes Leukämierisiko nachgewiesen worden.

Barbara Inglin

Mehr zum Thema lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.