ROTHENBURG: Unterschriften gegen den VCS

Die «IG Zuekonft Roteborg», eine Vereinigung die Leute aus CVP, FDP, SVP, Gewerbe- und Industrieverein sowie Privaten, hat am Donnerstag einen offenen Brief betreffend Ikea an den VCS publiziert. Darin wird geschrieben, dass die IG vom «Verhalten des VCS massiv enttäuscht» sei.

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Die neue Ikea-Filiale in Spreitenbach (AG). (Bild Keystone)

Die neue Ikea-Filiale in Spreitenbach (AG). (Bild Keystone)

Die Sektion Luzern des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS) hat bei Verwaltungsgericht eine Beschwerde eingereicht, in welcher der Massnahmenplan zum Fahrtenmodell des Ikea-Bauprojekt beanstandet wird.

Petition «als Zeichen»
Die IG kündigt im offenen Brief an, dass sie nun eine Petition lanciere. IG-Mitglied und SVP-Grossrat Marcel Omlin sagte gestern auf Anfrage: «Die Unterschriftenbögen sind derzeit in Druck, wir wollen sicher bis 20. Februar sammeln.» Die Petition, eine solche ist iuristisch ohne Verbindlichkeit, soll allen Rothenburger Haushaltungen verteil und dann dem VCS zugestellt werden. «Dies als Zeichen, dass wir Ikea wollen und hinter dem Projekt stehen», so Omlin. Man wolle die Zukunft selber gestalten und Rothenburgs Entwicklung nicht vom VCS verhindert wissen.
Kritik an Gesprächskultur

Darüber hinaus gibt sich die «IG Zuekonft Roteborg» enttäuscht über die Gesprächskultur des VCS. Der Umweltverband lehne Gespräche mit dem Gemeinderat und Ikea ab. Gemeindepräsident Reto Wyss bestätigte gestern auf Anfrage diese Aussage. Hans Kaufmann von der Ikea Immobilien AG hatte keinen direkten Kontakt mit der Sektion Luzern des VCS, man sei aber nach wie vor an einer konstruktiven Lösung interessiert.
Der VCS hatte am Mittwoch in einer Medienmitteilung nochmals seine Position in Sachen Ikea dargelegt und darauf verwiesen, dass er sich bis zum Entscheid des Verwaltungsgerichts nicht mehr öffentlich äussern werde.

Jérôme Martinu / Neue LZ