ROTSEE: Der Zielturm ist einsatzbereit

Nach sechsmonatiger Bauzeit ist der neue Zielturm im Rotsee fertig – gerade rechtzeitig für die bevor­stehenden Wettkämpfe.

Stefan Roschi
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Der fertig gebaute Zielturm im Rotsee. (Bild: Manuela Jans)

Der fertig gebaute Zielturm im Rotsee. (Bild: Manuela Jans)

Die Festzelte stehen bereits. Ein Zeichen dafür, dass es am Rotsee bald wieder mit der Ruhe vorbei ist. Denn in einer Woche finden auf dem «Göttersee» die Ruder-Schweizer-Meisterschaften statt, gefolgt von der internationalen Ruderwelt vom 12. bis 14. Juli. Rechtzeitig für diese Anlässe, die Tausende von Zuschauern anziehen, ist der neue Zielturm fertiggestellt worden, der nun zum ersten Mal zum Einsatz kommt. Nach einer sechsmonatigen Bauzeit steht das dreigeschossige Holzgebäude im Wasser, erreichbar nur über einen Steg, der übers Jahr jeweils weggenommen wird.

Bild: Manuela Jans / Neue LZ
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Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ
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Bild: Manuela Jans / Neue LZ
7. April 2013: Der Zielturm am Rotsee hat inzwischen seine neue Form erhalten. Jetzt steht der Innenausbau an. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
Spatenstich am Rotsee für den Bau des neuen Zielturms am 11. Dezember 2012. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)
Sie freuen sich auf den neuen Zielturm: (von links) Felix Howald, Präsident Verein Naturarena Rotsee. Mario Gyr, Ruderer. und Urs Hunkeler, Vorstand Naturarena Rotsee. (Bild: PD)
Bild: PD
Der Zielturm wird dreistöckig und bietet bis zu 18 Arbeitsplätze. (Bild: PD)
Restaurant für die Athleten mit Sicht auf den Rotsee. (Bild: PD)
Das neue Ruderzentrum soll rund 16 Millionen Franken kosten. (Bild: PD)
Blick vom Rotsee auf das Ruderzentrum. (Bild: PD)
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Cédric Habermacher, (Geschäftsführer Naturarena), die Architekten Andreas Fuhrimann und Gabrielle Hächler sowie Naturarena-Präsident Felix Howald am 26. April 2012 mit einem Modelvor dem Ruderzentrum. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)
Training im Rotsee: die Infrastrukturen sind veraltet. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)
1962 fand auf dem Rotsee die erste Ruder-WM statt. (Bild: Max A. Wyss / Stiftung Fotodok)

Bild: Manuela Jans / Neue LZ

Kosten von 1,3 Millionen Franken

Cédric Habermacher, Geschäftsführer der Naturarena Rotsee, zeigt sich zufrieden. «Der neue Zielturm hat Symbolkraft.» Er sende ein starkes Zeichen an die internationale Rudergemeinschaft, dass man mit der Erneuerung der Infrastruktur am Rotsee vorwärts mache. Die Verantwortlichen der Naturarena wollen in dieser Hinsicht Terrain gutmachen und sich für Veranstaltungen wie Europa- oder Weltmeisterschaften besser zu positionieren. Die 1,3 Millionen Franken für den Zielturm sind denn auch nur eine erste Tranche. Insgesamt sollen in den nächsten drei Jahren 16 Millionen Franken rund um den See investiert werden – unter anderem für ein neues Ruderzentrum, für Uferaufwertungen und bessere Wege.

Einen Hauptteil der Kosten übernehmen der Kanton, die Stadt Luzern und Ebikon. Auch der Bund wird einen Beitrag leisten, der allerdings noch definiert werden muss. Den Rest – rund 4,2 Millionen Franken – sollen Privatpersonen und Stiftungen übernehmen.

Noch fehlt Geld

Laut Habermacher liegt es nun am Verein Naturarena Rotsee, bis in einem Jahr die noch nötigen 1,5 Millionen Franken aufzutreiben. An den kommenden Wettkämpfen werde man deshalb mit einem Stand präsent sein und Besucher zu einer Spende zu bewegen versuchen. Der neue Zielturm wird dann zum ersten Mal mit Leben gefüllt. Platzspeaker, Zielrichter oder Mitglieder des Organisationskomitees: Alle müssen im eckigen Gebilde Platz finden. Die technische Einrichtung wird aber nur für die Wettkampftage installiert. «Norma­lerweise ist es im Zieltrum ziemlich leer», sagt Habermacher. Für den Betrieb wird der Turm der Stiftung Ruderzentrum Rotsee Luzern übergeben. Am Bau beteiligt waren 15 Zentralschweizer Unternehmen. Verwendet wurden neben Naturholz vor allem Stahl und Beton für die Verankerung im See. Der Turm ersetzt seinen 1962 errichteten Vorgänger und lehnt sich architektonisch an japanischen Holzkästen an, die nur durch korrekte Handhabe geöffnet werden können. Dementsprechend kommen Schiebeelemente bei Fenstern oder Türen zum Einsatz. Offiziell eröffnet wird der Zielturm am Dienstag.