ROTSEE: Eingeschleppte Algen verbreiten Gestank

Spaziergänger und Jogger haben am Rotsee zur Zeit wenig Freude: Ein stinkender Algenteppich bedeckt das Wasser am Ufer.

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Der Algenteppich treibt auf dem Rotsee. (Bild Susanne Balli/Neue LZ)

Der Algenteppich treibt auf dem Rotsee. (Bild Susanne Balli/Neue LZ)

Der Algenteppich stinkt. Schuld ist eine Blaualgenart (Lyngbia birgei), die 2007 neu im Rotsee aufgetreten ist - vermutlich wurde sie durch Ruderboote aus Amerika eingeschleppt.

Die Algen wachsen auf dem Boden des Sees. Wenn sich der Sauerstoff, den sie produzieren, in kleinen Bläschen im Fadengewirr der Algen verfängt, werden die Algenmatten vom Grund losgerissen und steigen an die Oberfläche. «Wenn sie dort absterben und zu faulen beginnen, stinkt das», sagt Philipp Arnold, der bei der kantonalen Dienststelle Umwelt und Energie für Oberflächengewässer zuständig ist.

Der Fäulnisprozess verursache aber keinen Grund zur Sorge, sagt Arnold - obwohl Blaualgen auch Gifte produzieren können, die zu einem Fischsterben führen können. «In diesem Fall erwarten wir das aber nicht, da dies für die genannte Blaualgenart bisher nicht bekannt ist.»

Silvia Weigel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der «Neuen Luzerner Zeitung».