ROTSEE: Nun steht der neue Zielturm

Die Naturarena kann einen Meilenstein feiern: Der neue Zielturm am Rotsee ist aufgerichtet. Auch die Finanzierung des Gesamtprojekts ist auf guten Wegen.

Olivia Steiner
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Der Zielturm am Rotsee hat inzwischen seine neue Form erhalten. Jetzt steht der Innenausbau an. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Zielturm am Rotsee hat inzwischen seine neue Form erhalten. Jetzt steht der Innenausbau an. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Wer am Rotsee entlangspaziert oder die Sedelstrasse zwischen Maihof und Sedel entlangfährt, hat in den vergangenen Monaten zusehen können, wie der neue Zielturm am Rotsee entsteht. Mitten im Wasser ragt der Holzbau inzwischen drei Stockwerke in die Höhe. Noch ist er eingerüstet, es werkeln die Bauarbeiter. Cédric Habermacher, Geschäftsführer des Vereins Naturarena Rotsee, bestätigt: «Die Bauarbeiten laufen nach Plan.» Die Baute ist bereits aufgerichtet, nun wird der Innenausbau in Angriff genommen. Die Fertigstellung erfolgt Anfang Juni, sodass der Zielturm für die Schweizer Meisterschaften vom ersten Juliwochenende und die internationale Ruderwelt von Mitte Juli bereit ist. «Diese Termine können wir mit Sicherheit einhalten», so Habermacher.

Eine kleine Verzögerung von maximal zwei Wochen zeichne sich aufgrund des langen Winters allerdings ab. Dies tangiere die offizielle Einweihung aber nicht. «Wir haben genügend Zeitreserven.» Habermacher freut sich über die plangemässe Fertigstellung: «Nachdem wir über viele Jahre geplant und verhandelt haben, ist es umso erfreulicher, dass wir nun einen ersten Erfolg feiern dürfen.»

Letzte Prüfung steht noch bevor

Auch Hansruedi Berchtold, Präsident der Baukommission, ist zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten. «Die Fundierung im See ist sehr anspruchsvoll. Dank einer guten Planung hat aber alles bestens funktioniert», sagt der Ingenieur. Um den Zielturm im See zu verankern, wurden Stahlrohre in den Boden gebohrt und mit Beton gefüllt. Anschliessend wurden diese auf den Felsen am Grund befestigt und mit Verstrebungen versehen. Dazu sind Taucher eingesetzt worden. Denn: «Bei all diesen Arbeiten durfte auf keinen Fall Betonwasser in den See gelangen, da dieses Fische und Pflanzen schädigt», sagt Berchtold.

Die Qualität der Arbeiten wird bei Fertigstellung einer letzten Prüfung standhalten müssen: Der Turm darf sich – auch bei starkem Wind – nicht bewegen, um exakte Zeitmessungen zu garantieren.

Suche nach Sponsoren läuft

Das Budget von 1,2 Millionen Franken kann gemäss Habermacher eingehalten werden. Auch für das 16 Millionen Franken teure Gesamtprojekt – dieses enthält nebst dem Zielturm ein neues Ruderzentrum, eine ruderspezifische Infrastruktur sowie die Aufwertung von Wegen und Uferzonen – sei die Finanzierung auf gutem Weg. «Die Verhandlungen um den Verteilschlüssel zwischen der Stadt Luzern, Ebikon und dem Kanton stehen kurz vor Abschluss.» Wobei rund 10,5 Millionen Franken eingeschossen würden. «Zudem zahlt der Bund mindestens 1,5 Millionen Franken. Eventuell auch mehr, aber das ist noch offen.» Die restlichen 4 Millionen sollen durch private Spender zusammenkommen, wobei bereits rund 1,5 Millionen Franken generiert wurden.