Ebikoner Rotseezunft sagt Fasnachtsumzug ab – auch kein Jubiläumszunftmeister

Ihr 60-jähriges Bestehen feiert die Rotseezunft Ebikon ohne grossen Umzug. Damit verbunden wird auch auf die Ernennung eines Jubiläumszunftmeisters 2021 verzichtet.

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Abgesagt: Der Ebikoner Fasnachtsumzug. Im Bild: Kinder-Grinden-Basteln KGB Rotseezunft Ebikon.

Abgesagt: Der Ebikoner Fasnachtsumzug. Im Bild: Kinder-Grinden-Basteln KGB Rotseezunft Ebikon.

Bild: Manuela Jans-Koch (Ebikon, 25. Februar 2020)

(dvm) Anlässlich der Zunftratssitzung vom 23. September 2020 hat der Zunftrat «nach intensiven Diskussionen, emotionalen Voten und konkreten Abwägungen» entschlossen, auf die Durchführung des Fasnachts- und Kinderumzuges vom Güdisziischtig zu verzichten. Der Entscheid sei nicht leicht gefallen, heisst es in einer entsprechenden Mitteilung, «sind doch rund 1‘500 Mitwirkende, davon 400 Kinder und gegen 20‘000 Besucher direkt davon betroffen».

Insbesondere schmerze es sehr, dass die Absage des Umzuges zudem in das Jubiläumsjahr 60 Jahre Rotseezunft Ebikon fällt. Damit verbunden werde auch auf die Ernennung eines Jubiläumszunftmeisters 2021 verzichtet. Ganz ohne Fasnacht wolle man aber nicht sein:

«So unerfreulich die neue Ausgangslage ist, so sicher kann davon ausgegangen werden, dass eine Fasnacht in Ebikon in irgend einer Form stattfinden kann und wird.»

Die bereits abholbereit vorliegenden Jubiläumsplaketten gehen laut der Rotseezunft ab Januar 2021 in den Verkauf, verbunden mit einem speziellen Konzept. Weitere Anlässe in gegebenenfalls reduziertem oder neuem Format seien in Diskussion.

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Die grossen Umzüge in der Stadt Luzern sind abgesagt, ebenso die Grossanlässe Fasnachtsmäärt und Usgüüglete. Weitere Zentralschweizer Kantone haben bereits nachgezogen. Und dennoch: Von den grossen Fasnachtsorganisationen traut sich keine, der Realität ins Auge zu blicken und eine generelle Absage zu propagieren. Wegen der Corona-Eindämmungsstrategie braucht es aber für den ganzen Kanton Luzern eine einheitliche Linie - der Regierungsrat muss ein Machtwort sprechen.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
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