ROUTE: Der Umzug geht neue Wege

Die diesjährige Luzerner Fasnacht bringt ein paar Neuerungen: Darunter eine leicht abgeänderte Umzugsroute und ein Gratis-Zmorge.

Drucken
Teilen
Flavio Bezzola, Umzugschef der Luzerner Fasnacht 2008, im Hotel Schweizerhof. Sein Organisationskomitee erschien in Uniform. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Flavio Bezzola, Umzugschef der Luzerner Fasnacht 2008, im Hotel Schweizerhof. Sein Organisationskomitee erschien in Uniform. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Wagenbauer, Umzugsteilnehmer und Fasnachtsgewaltige: Sie alle wurden gestern im Hotel Schweizerhof durch das Luzerner Fasnachtskomitee (LFK) über die Fasnacht 2008 orientiert. Die wichtigsten Punkte:

Neue Route
Die Umzüge am Donnerstag, 31. Januar, und Montag, 4. Februar, enden nicht mehr wie bisher an der Obergrundstrasse. Sie schwenken bereits bei der Kantonalbank am Viktoriaplatz in die neu gestaltete Hirschmattstrasse und dann in die Waldstätterstrasse ein (Auflösung im Helvetiagärtli). Start ist wie immer um 14 Uhr am Luzernerhof. Dann geht es wie gewohnt über Schweizerhofquai, Seebrücke, Bahnhofplatz, Pilatusstrasse.

Durch die Änderung am Schluss wird die Umzugsroute rund 50 Meter kürzer; bisher war sie 1600 Meter lang. Die Änderung hat mehrere Gründe. Umzugschef Flavio Bezzola: «Der Umzug durch die Hirschmattstrasse ist kompakter und somit attraktiver. Die Polizei kann zudem die Haupt-Einfallsachse Obergrundstrasse jederzeit offen halten.» Und: Das LFK muss nicht quasi innert weniger Minuten nach dem letzten Fasnachtswagen die Strasse freigeben. In den vergangenen Jahren habe dies immer wieder zu «unliebsamen Situationen» zwischen den ersten Autofahrern und Fasnächtlern auf der Strasse geführt. Bezzola verspricht: «Der diesjährige Umzug ist farbenfroh, vielseitig -einfach verreckt.» Thematisiert werden unter anderem das Jodufäscht, der Baustreik, Sawiris und das Rütli.

Gratis-Zmorge
Am LFK-Fasnachtsmäärt am Samstag, 26. Januar, Unter der Egg wird von 9 bis 10.30 Uhr zum ersten Mal das «LFK-Fasnachtszmorge» durchgeführt. Jede Trägerin, jeder Träger einer LFK-Fasnachtsplakette erhält gratis ein Frühstück. Allerdings nur, solange der Vorrat reicht. Die kupferne Fasnachtsplakette kostet 7 Franken, die silberne 10 Franken.

Rekord?
Über 200'000 Personen strömten 2007 an die Luzerner Fasnacht. Wegen der vielen Veranstaltungen und weil wegen der frühen Fasnacht viele Leute ohne Kinder noch nicht in die Ferien fahren, rechnet das LFK dieses Jahr mit noch mehr Besuchern. Für die beiden Umzüge haben sich 50 Nummern angemeldet, zugelassen werden aber nur 36. Flavio Bezzola: «Wir selektionieren, weil wir den Zuschauern nicht einen dreistündigen Umzug zumuten wollen. Vorrang haben einheimische Gruppen und solche, die schon lange dabei sind.»

Sujet wählen
Originelle Umzugssujets belohnt das LFK nach der Fasnacht mit Geld. Die Jurierung ist dreigeteilt: die Fachjury vom LFK, die Prominentenjury und die Publikumsjury. Das Publikum kann seine Favoriten über Telefon 0901 30 60 60 wählen.

Guido Felder