RSA 2009: Luzern tritt regionalem Schulabkommen bei

Der Regierungsrat hat beschlossen, dass der Kanton Luzern dem totalrevidierten regionalen Schulabkommen RSA 2009 der Nordwestschweizer Kantone beitreten soll. Das Abkommen regelt den kantonalen grenzüberschreitenden Schulbesuch.

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(Symbolbild Keystone)

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Das bisherige regionale Schulabkommen der Nordwestschweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz NW EDK RSA 2000 (AG, BL, BS, BE, FR, LU, SO, ZH) stammt aus dem Jahr 1975/76 und wurde nun aufgrund von Entwicklungen auf nationaler Ebene (Revision der Interkantonalen Vereinbarungen im Berufsbildungsbereich und die neue Interkantonale
Fachhochschulvereinbarung) totalrevidiert, wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt. Die Bereiche der Berufs- und Erwachsenenbildung wurden ausgeklammert. Diese werden künftig ausschliesslich über die nationalen Vereinbarungen der EDK geregelt.

300 Kinder und Jugendliche betroffen
Das RSA 2009 gilt neu nur noch für die Bereiche Kindergärten, Volksschulen, allgemein bildende Schulen auf der Sekundarstufe II (Maturitätsschulen und Fachmittelschulen mit/ohne Berufsmaturität) sowie vom Bund nicht anerkannte tertiäre Bildungsgänge. Im Kanton Luzern werden rund 300 Kinder und Jugendliche vom RSA 2009 betroffen sein, das Beitragsvolumen wird rund zwei Millionen Franken betragen.

Der Grundsatz der möglichst kostendeckenden Kantonsbeiträge wurde beibehalten, ebenso das «à la carte-Prinzip», wonach jeder Standortkanton entscheidet, welche Schulen und Ausbildungsgänge er für Auszubildende der entsendenden Abkommenskantone zur Verfügung stellen will. Die entsendenden Kantone bestimmen, für welche Ausbildungsgänge sie Kantonsbeiträge übernehmen.

scd