Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Rückzug von Jörg Meyer als Regierungsratskandidat stösst bei Luzerner SP-Basis auf viel Verständnis

Keine Gegenstimme, kein kritisches Votum: Die Luzerner Sozialdemokraten stellen sich hinter den Rückzug von Jörg Meyer als Regierungskandidat. Damit erhält Grüne-Kandidatin Korintha Bärtsch die Unterstützung der SP für den zweiten Wahlgang.
Alexander von Däniken
Korintha Bärtsch (Grüne) wird im Regierungsgebäude gefeiert. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 31. März 2019)

Korintha Bärtsch (Grüne) wird im Regierungsgebäude gefeiert. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 31. März 2019)

Aussergewöhnlich viele Genossen versammelten sich am Dienstagabend im «Contenti» in Luzern zur Delegiertenversammlung der kantonalen SP. Entsprechend begrüsste Präsident David Roth die rund 60 Anwesenden mit den Worten:

«So müssen sich die Bürgerlichen fühlen – nicht alle haben einen Platz.»

Roth fuhr mit der Bilanz des Wahlkampfs fort. Die SP habe mit dem Kampf gegen Sparmassnahmen und dem erfolgreichen Gang vors Bundesgericht wegen der Prämienverbilligung eigene Akzente setzen können. So sei die Welle nicht grün, sondern rot-grün über den Kanton gebrandet. Was Roth besonders freute: «Jörg Meyer war 4000 Stimmen vor Marcel Schwerzmann, das hat uns niemand zugetraut!» Es folgten stehende Ovationen.

Der Entscheid, die Kandidatur von Jörg Meyer zugunsten von Grüne-Kandidatin Korintha Bärtsch zurückziehen, ist laut Roth ein gemeinsamer Entscheid des Wahlausschusses, der Parteileitung und Jörg Meyer gewesen. «Am sinnvollsten war die Variante, mit derjenigen Person weiterzumachen, die am meisten Stimmen geholt hatte.» Entschieden habe man zwar schnell, aber nicht unüberlegt.

Grüne Regierungsrätin soll SP nicht vergessen

Jörg Meyer hielt die «schwierigste politische Ansprache» seines Wahlkampfs. Er dankte den Sozialdemokraten für den Einsatz und sei stolz, so viele Stimmen geholt zu haben. «Der Verzicht war nicht einfach – weder für die Partei, noch für mich.» Es sei aber der richtige Entscheid gewesen. «Kämpfen wir weiter!»

Kritische Voten wegen des Rückziehers gab es nicht. Aber eine Forderung, dass sich Bärtsch, wenn sie gewählt würde, auch um SP-Anliegen kümmern soll. Bei vier Enthaltungen und keiner Gegenstimme wurde der Antrag der Parteileitung angenommen.

Die SP fasste ausserdem folgende Parolen: Die kantonale Aufgaben- und Finanzreform 2018 wird abgelehnt, der nationalen Steuer- und AHV-Vorlage wird zugestimmt. Auch zum verschärften Waffengesetz gab es ein Ja. Die Geschäfte gelangen am 19. Mai zur Abstimmung.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.