Rund die Hälfte der Gemeinden erhebt diese Steuer

Die Nachkommen-Erbschaftssteuer ist eine reine Gemeindesteuer. Sie zu erheben, liegt in der Kompetenz jeder einzelnen Gemeinde.

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Der Ertrag aus der Nachkommen-Erbschaftssteuer fällt ausschliesslich der betreffenden Gemeinde zu, ohne dass der Kanton daran partizipiert. In der Region Luzern erheben nur vier Gemeinden eine Erbschaftssteuer für direkte Nachkommen. Neben Adligenswil sind dies Luzern, Meggen und Malters. Im Kanton Luzern kennen rund die Hälfte aller Gemeinden die Nachkommen-Erbschaftssteuer.

Grundsätzlich beträgt die Erbschaftssteuer je nach Verwandtschaftsgrad zur verstorbenen Person und zur Höhe des geerbten Betrages zwischen 0 und 40 Prozent. Bei direkten Nachkommen gilt die Regelung: Geerbtes Vermögen bis 100000 Franken ist steuerfrei. Ab 100000 zahlen Nachkommen 1 bis 2 Prozent Steuern – aber nur in Gemeinden, welche die Nachkommen-Erbschaftssteuer kennen. Entscheidend ist der Wohnsitz der verstorbenen Person. Bei ausserkantonalem Wohnsitz gilt die Steuer, wenn das vererbte Grundstück in einer Gemeinde mit Nachkommen-Erbschaftssteuer liegt. Als Nachkommen gelten Kinder, Pflegekinder, Stiefkinder und deren Nachkommen. (hb)