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Rund um die ZHB in Luzern entsteht jetzt Kunst am Laufmeter

Sechs Künstler aus der Region schaffen um die Zentral- und Hochschulbibliothek in Luzern ein neues Kunstwerk: Es ist rund 160 Meter lang – und nicht für die Ewigkeit geschaffen.
Raphael Zemp
Künstler Linus von Moos bei seiner Arbeit vor der ZHB. (Bild:Queenkong/ Vero Schmid)

Künstler Linus von Moos bei seiner Arbeit vor der ZHB. (Bild:Queenkong/ Vero Schmid)

«QueenKong»-Künstler Marco Schmid. (Bild:Queenkong/ Vero Schmid)

«QueenKong»-Künstler Marco Schmid. (Bild:Queenkong/ Vero Schmid)

«QueenKong»-Künstlerin Vero Schmid. (Bild:Queenkong/ Vero Schmid)

«QueenKong»-Künstlerin Vero Schmid. (Bild:Queenkong/ Vero Schmid)

«So viel Streetart im öffentlichen Raum aufs Mal gab es in Luzern noch nie», jubelt der Quartierverein Hirschmatt-Neustadt auf Facebook. Gemeint ist damit die künstlerische Gestaltung der Baustellenabschrankung um die Luzerner Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB). Sechs Künstler aus der Region werden rund 160 Meter bemalen und so eine «Luzerner East-and-Westside-Gallery» schaffen.

Markus Schulthess, Co-Präsident des Quartiervereins Hirschmatt-Neustadt, ist «hocherfreut» über diese «super Idee». Hinter dem Projekt steht aber nicht sein Verein, sondern die ZHB. «Uns war schon früh bewusst, dass durch die Absperrungen viel freie Fläche entstehen wird», sagt Daniel Tschirren, stellvertretender ZHB-Direktor.

Angefragte Künstler waren «hell begeistert»

Einen Teil davon beanspruchen die Wegweiser, welche die Besucher ins Provisorium an der Murbachstrasse lotsen. Trotzdem bleibt noch viel Fläche übrig. Fläche, die gemeinhin schnell versprayt und verschmiert werde. Auf der sich aber auch Street-Art-Künstler austoben könnten. «Als wir das Künstlerduo ‹QueenKong› anfragten, waren diese hell begeistert von unserer Idee», sagt Tschirren.

«QueenKong», das sind Vero und Marco Schmid – und keine Unbekannten in der Luzerner Street-Art-Szene: Sie haben bereits die Fassade der ehemaligen KVA Ibach sowie die Abbruchsiedlung Himmelrich verschönert und haben am Bahnhof Sursee einen grossen Schwan an ein Haus gezaubert. «QueenKong» sind auch gut vernetzt. Deshalb haben sie mit Rodja Galli, Philipp Stehli, Linus von Moos und Amadeus Walthenspühl flugs vier weitere Künstler aus der Region rekrutiert, so dass sich nun ein veritables Kollektiv an den Zaunflächen abarbeiten wird. «Wir wollten Künstler engagieren, die einen Bezug zur Stadt haben», so Tschirren.

Der Zaun ist grundiert, ein wilder Wolf und ein Okapi nehmen bereits Form an. Malen und sprayen werden die Street-Art-Künstler noch bis am 5. Juni. Dann findet die Vernissage statt. «Ein straffer Zeitplan», gibt Tschirren zu. «Trotzdem sind wir zuversichtlich, dass alles termingerecht fertiggestellt wird.»

Vorgaben, wie die Künstler das Thema Buch und Lektüre umzusetzen haben, sind keine gemacht worden. «Die Künstler haben freie Hand. Wir kennen einzig die Buchtitel, die ihnen als Gestaltungsgrundlage dienen», sagt Tschirren. Dabei sei eine «wilde und vielversprechende Auswahl» zusammengekommen.

Das Projekt kostet rund 12'000 Franken. Finanziert wird es massgeblich durch den Verein «Freunde der ZHB». Auch am ZHB-Umbau beteiligte Baufirmen haben Beträge gesprochen.

Zu sehen sind die Kunstwerke rund ein Jahr lang. Wenn im nächsten Mai die Umgebungsgestaltung in Angriff genommen wird, muss der Zaun um die ZHB weichen. «Das bedeutet aber nicht, dass wir die Kunstwerke zerstören», betont Tschirren. Man werde sie versteigern oder verkaufen. So, dass ihnen ein «würdiger Platz» sicher ist – und für die Künstler allenfalls noch ein nachträgliches Zubrot abfällt.

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