Runder Tisch klärt Fragen zur Quartierarbeit

Die Stadt Luzern hat am Donnerstagabend zu einem runden Tisch zur Quartierarbeit im Gebiet Maihof, Wesemlin, Hochwacht geladen. Dabei konnten Fragen geklärt und Ideen entwickelt werden. Es wurde aber auch initiatives Handeln gefordert.

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Blick ins Quartierbüro; hier bei der Medienorientierung anlässlich seiner Eröffnung im September 2012. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Blick ins Quartierbüro; hier bei der Medienorientierung anlässlich seiner Eröffnung im September 2012. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Wie die Stadt Luzern in einer Medienmitteilung schreibt, kam es auf Anregung der städtischen CVP zu diesem Treffen. Offenbar waren einerseits generelle Klärungen nötig, andrerseits führte das Gespräch zu konstruktivem Verständnis.

Wie der Mitteilung zu entnehmen ist, hätten «mehreren kritischen Fragen seitens der Anwesenden geklärt werden» können. Etwa jene nach der häufigen Abwesenheit der Mitarbeiterin im Quartierbüro an der Maihofstrasse, Janina Fazekas.
 
Nicht die Erwachsenen oder die Quartiervereine stünden im Zentrum der Quartierarbeit, sondern Kinder und Jugendliche, schreibt die Stadt. Fazekas sei daher vor allem auf Pausenplätzen oder anderen Orten anzutreffen, wo sich Kinder und Jugendliche aufhalten. Deshalb sei auch das Büro häufig nicht besetzt. Das Quartierbüro wurde anfang September 2012 als Anlaufstelle für die Quartiere Maihof, Wesemlin und Hochwacht eröffnet.

Neuer Standort?

Wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist, seien am runden Tisch überdies Anliegen aus den drei Quartieren deponiert worden. Unterstützung hätte etwa die Idee erhalten, das Quartierbüro von der Maihofstrasse ins entstehende Quartierzentrum der Pfarrei neben der Maihofkirche zu integrieren. Damit würden Synergien genutzt und die Angebote vernetzt werden können.
 
Weiter hätten die Quartiervertreter den Wunsch nach fixen Öffnungszeiten des Quartierbüros geäussert. So könne die Anlaufstelle gezielt genutzt werden. Ebenfalls thematisiert wurden die defekten Spielgeräte auf den Spielplätzen. Hier brauche es mehr Geld von der Stadt. Für das Quartier Wesemlin/Dreilinden wurde zudem eine baldige Lösung für die Zukunft des Quartierladens gefordert. Was mit diesen Forderungen weiter geschieht, ist dem Communiqué nicht zu entnehmen.

Wichtige Arbeit noch «wenig spürbar»

Wie die Stadt aber abschliessend schreibt, wurde das Treffen – bei dem auch die katholische Kirche ihren Teil der Kinder- und Jugendarbeit aufgezeigt habe – als konstruktiv und wertvoll angesehen. Es hätten Vorurteile abgebaut und gegenseitiges Verständnis geweckt werden können. Allgemein sei die Quartierarbeit für Kinder und Jugendliche zwar noch wenig spürbar, aber wichtig, hiess es, schreibt die Stadt.
 
Am Gespräch haben folgende Personen teilgenommen:

Stadt Luzern:Martin Merki, Stadtrat/Sozialdirektor; Regula Wyrsch, Dienstchefin der Abteilung Kinder, Jugend, Familie; Peter Zumbühl, Leiter Quartierarbeit; Janina Fazekas, Mitarbeiterin Quartierarbeit Maihof; Beat Bühlmann, Projektleitung Altern in Luzern.

Quartierkräfte: Marc Germann, Präsident Quartierverein Hochwacht; Oskar Scherer, Präsident Quartierverein Maihof; Pedro Vescoli und Manuela Marra, Quartierverein Wesemlin- Dreilinden; Susanne Locher, Aktive Familien Maihof; Beata Pedrazzini, Zusammenleben Maihof-Löwenplatz.

Katholische Kirche: Franz Zemp, Pfarreileiter Kirche St. Josef-Maihof.

CVP: Albert Schwarzenbach, Grossstadtrat.

pd/kst