RUOPIGEN: Zirkus: Schüler werden zu Akrobaten

Die Ruopiger Primarschüler versuchen sich diese Woche als Artisten. Dabei lernen sie auch ihre Grenzen kennen.

Anja Glover
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Schüler der Primarschule Ruopigen üben ihre akrobatische Darbietung auf dem Trampolin. (Bild Pius Amrein)

Schüler der Primarschule Ruopigen üben ihre akrobatische Darbietung auf dem Trampolin. (Bild Pius Amrein)

Der gewagte Übersprung ist schon Routine. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
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Präzision ist gefragt beim Flug ... (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
... durch die vier Ringe. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
Die Schulkinder präsentieren den saltoschlagenden Kollegen. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
Sie hängt kopfüber an der Strickleiter (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)
Es fehlt nur noch das Zirkuszelt. (Bild: Pius Amrein  / Neue LZ)

Der gewagte Übersprung ist schon Routine. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Anja Glover

Die Musik verkündet den pompösen Höhepunkt, während sechs Primarschüler kopfüber an der Strickleiter hängen und mit breit ausgestreckten Armen dem Publikum zulächeln. Während der Zirkuswoche üben die Ruopiger Primarschüler in den Turnhallen des Schulhauses für den Auftritt am kommenden Wochenende. Im Zirkuszelt auf dem Schulplatz findet er statt, der finale Auftritt, bei dem das neu erlernte Können dem Publikum präsentiert wird.

«Kinder kennen ihre Grenzen gut»

Das habe ich gelernt – steht förmlich im Gesicht von Nil Satici (11) geschrieben. «Es macht wirklich Spass», freut sie sich. Sie sieht sich auch später einmal in den Lüften schweben: «Ich möchte Pilotin werden, ich mag es weit oben», so Nil, bevor sie sich wieder an die Leiter hängt.

Was für Zuschauer einen waghalsigen Eindruck macht, sei gar nicht so gefährlich, erklärt Lehrer Armin Stadelmann. «Die Kinder kennen ihre eigenen Grenzen ziemlich gut. Zudem werden sie von Profis unterstützt.» Einer dieser Profis ist der Artist Christoph Spielmann. Er sagt, man müsse einfach gut aufpassen, da die Kinder schnell müde würden. «Aber sie lernen, einander zu helfen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und verantwortungsvoll zu handeln.» Ein weiterer positiver Aspekt sei die Sportförderung. «Heutzutage machen viele Kinder gar keinen Sport mehr. So können wir sie motivieren», so Stadelmann.

Auch Ajdin Kozarac (13) mag es luftig: Saltohaft wirbelt er vom Trampolin auf und beendet die Darbietung mit einer professionellen Landung. «Ich konnte schon vieles auf dem Trampolin. Deshalb habe ich mich für diese Disziplin entschieden», sagt er grinsend. Was er sich wünscht, sind viele applaudierende Fans während der Vorstellungen.

Kinder helfen bei Organisation mit

Zum Zirkus gehören bekanntlich nicht nur Kunststücke, es braucht auch ein Zirkusprogramm und Essbares. «Die Projektwoche deckt alles ab. Die Kinder gestalten nicht nur die Darbietung, sie arbeiten auch bei der Organisation mit», so Stadelmann. Eine Herausforderung mit über 500 Kindern im grössten Primarschulhaus der Stadt Luzern. Stadelmann: «Die Kinder sind hochmotiviert, die Zuschauer können sich auf eine gelungene Darbietung freuen.»

Übrigens: Nächste Woche findet auch im Schulhaus Wartegg eine Zirkuswoche anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums statt. Die Aufführungen dort sind am 1. und 2. Mai.

Hinweis: Aufführungen: Heute Freitag, 16 und 19 Uhr, Samstag, 10 und 13 Uhr. Weitere Infos und Tickets unter: 079 837 69 38.