Russen-Sponsor wechselt die Seite

Der Einstieg der russischen Suleyman-Kerimov-Stiftung als Sponsor des Regionalen Eiszentrums (REZ) in Luzern hat vor einem halben Jahr für viel Wirbel gesorgt und auch politische Diskussionen ausgelöst.

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Swisslife-Arena in Luzern. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Swisslife-Arena in Luzern. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Jetzt hat die Stiftung, die dem reichen Russen Suleyman Kerimov gehört, die Zusammenarbeit mit den Ice Skating Stars (ISS) aus Hochdorf gekündigt. Diese trainierten bis vor kurzem in der Luzerner Eishalle. Das war eine Bedingung, die die Stiftung gestellt hatte, damit das REZ als Betreiberin der Eishalle in Luzern Sponsorengelder von 375 000 Franken während dreier Jahre erhält. Der Einzug der ISS passte aber vor allem dem Eisklub Luzern nicht. Er befürchtete, dass ihm das heimische Eis zu den besten Trainingszeiten streitig gemacht würde. Nun will die Stiftung neu mit dem Eisklub Luzern (EKL) zusammenarbeiten. Dieser erhält die Eiszeiten des Hochdorfer Vereins, wie aus einem EKL-Schreiben an die Mitglieder hervorgeht (liegt unserer Zeitung vor).

Einstieg ist erst provisorisch

Daniel Eichenberger, Präsident des Eisklubs, ist erleichtert: «Das ist für uns eine positive Entwicklung.» Noch sei diese Übereinkunft provisorisch, eine definitive Vereinbarung mit der Stiftung sei in Arbeit. Wichtiger Teil der Vereinbarung sind gemäss dem Schreiben auch «namhafte Sponsoringbeiträge», die die Kerimov-Stiftung dem Eisklub und dem Hockeyclub zukommen lassen soll. Über die Höhe kann sich Eichenberger nicht äussern.

Alexander von Däniken

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