Russen-Sponsoring sorgt für Ärger

Eine Stiftung will das Regionale Eissportzentrum in Luzern unterstützen. Die einheimischen Vereine befürchten, dass sie damit an den Rand gedrängt werden.

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Neuer Sponsor gesucht: Die SwissLife steigt aus. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Neuer Sponsor gesucht: Die SwissLife steigt aus. (Bild: Jakob Ineichen / Neue LZ)

Dem Regionalen Eissportzentrum (REZ) in Luzern geht es finanziell schlecht. Auf das kommende Jahr steigt dessen Sponsor Swiss Life aus. Zudem musste die REZ AG während zehn Jahren sowohl den Eisklub als auch den Eishockey-Club Luzern mit mehr als einer Million Franken subventionieren. «Die Klubs können gar nicht die Kosten zahlen, die beim Benutzen des Eises entstehen», sagt Marc Syfrig, Verwaltungsratspräsident der REZ AG. «Doch so kann es nicht weitergehen. Möchten wir die Klubs weiterhin unterstützen, brauchen wir Geld», sagt Syfrig.

Geld von Stiftung

Dabei wollte sich gemäss Syfrig die REZ AG nicht zuerst an die öffentliche Hand wenden. Schon jetzt unterstützen Stadt, Kanton und Gemeinden das REZ. Die Stadt Luzern ist sogar mit ungefähr 45 Prozent an der AG beteiligt. Syfrig bezweifelt zudem, dass die öffentliche Hand überhaupt weitere Mittel dem REZ zur Verfügung stellen kann. «Also haben wir nach privaten Sponsoren gesucht.» Fündig wurde die REZ AG in der in Luzern domizilierten «Suleyman Kerimov Stiftung». Suleyman Kerimov ist ein russischer Oligarch und Milliardär, der zu den einflussreichsten Superreichen Russlands gehört.

Gemäss Recherchen unserer Zeitung soll die Kerimov-Stiftung in den nächsten drei Jahren jährlich 125 000 Franken an das REZ zahlen. Syfrig bestätigt, dass es sich beim Betrag um «eine namhafte Summe» handelt.

Andreas Bättig

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