Ruswil: Anonyme hetzen gegen Pub

Nach dem Angriff auf einen Mann im «Fire Pub» rufen anonyme Verfasser von Flugblättern zum Boykott des Pubs auf. Gemeindepräsident Leo Müller ist «besorgt».

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Tatort Dorfzentrum: Hier, vor dem «Fire-Pub» direkt beim Dorfplatz in Ruswil, wurde ein Barbesucher am frühen Morgen des 24. Dezember brutal zusammengeschlagen. (Bild: Neue LZ)

Tatort Dorfzentrum: Hier, vor dem «Fire-Pub» direkt beim Dorfplatz in Ruswil, wurde ein Barbesucher am frühen Morgen des 24. Dezember brutal zusammengeschlagen. (Bild: Neue LZ)

In Ruswil ist der Vorfall vor dem «Fire Pub» Dorfgespräch Nummer eins – und die Diskussionen werden durch ein neues Ereignis weiter angeheizt. Nachdem in der Nacht auf den 24. Dezember ein 30-jähriger Mann vor dem «Fire Pub» brutal zusammengeschlagen worden ist, raten Unbekannte in anonymen Flugblättern den Ruswilern, sich zweimal zu überlegen, das Lokal zu besuchen. Hintergrund: Gemäss Angaben von diversen voneinander unabhängigen Personen soll die Barchefin selbst eng mit der Biker-Szene verbandelt sein und könnte unter Umständen die Schläger selbst gerufen haben. Auch die Polizei geht möglichen Verbindungen der Frau mit den Schlägern nach.

Der Titel des Flugblattes lautet: «Wichtige Info für alle Ruswiler Bürgerinnen und Bürger: So nicht». Dann wird der Fall des zusammengeschlagenen Ruswilers umrissen. Die Täter tragen gemäss dem Flugblatt «viel Leder» und fahren «zweirädrige Maschinen oder fette Mercedes». Und: «Wir dulden in Ruswil keine Selbstjustiz. Deshalb sollte Frau/Mann sich zweimal überlegen, wo sie/er das Feierabendbier trinken geht.» Gemeindepräsident und Nationalrat Leo Müller ist besorgt über den Vorfall in seiner Gemeinde. Zusätzliche Polizeipräsenz werde Ruswil aber trotzdem nicht anfordern. «Es handelt sich um einen traurigen Einzelfall», ist Müller überzeugt.

Luzia Mattmann

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