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Jetzt können die Bösen in Ruswil ins Sägemehl

Am Sonntag geht das 112. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest in Ruswil über die Bühne. Die Organisatoren sind schon fast parat. Auch das Wetter sollte mitspielen.
Natalie Ehrenzweig
Das Festgelände ist bereit: Adrian Dali, Chef Bau- und Infrastruktur des Festgeländes am Innerschweizer Schwing- und Älplerfests, freut sich auf die 12500 Besucher, die am Wochenende nach Ruswil pilgern werden. (Bild: Dominik Wunderli, 28. Juni 2018)

Das Festgelände ist bereit: Adrian Dali, Chef Bau- und Infrastruktur des Festgeländes am Innerschweizer Schwing- und Älplerfests, freut sich auf die 12500 Besucher, die am Wochenende nach Ruswil pilgern werden. (Bild: Dominik Wunderli, 28. Juni 2018)

Die Zentralschweizer Flaggen – und die Tessiner – wehen auf dem Festareal. «Die Nummern auf den Sitzen fehlen noch und ein paar Kleinigkeiten», sagt Christian Steurer, wenn er die Arena in Ruswil überblickt. Am Sonntag steigt hier das 112. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest. Der Kommunikationsverantwortliche freut sich, denn sie sind etwa eineinhalb Tage voraus in der Planung. «Seit dem 7. Juni bauen wir auf. Seit drei Wochen können wir auf die Hilfe von 20 bis 25 Freiwilligen und dem Zivilschutz zählen», erläutert Adrian Dali, Bauchef. Das gute Wetter habe zum Zeitvorsprung viel beigetragen.

Das Wetter ist bei so einer Veranstaltung immer ein grosser Risikofaktor – bezüglich des Besucheraufmarschs und der Sicherheit. «Das Wetter ist der wichtigste Punkt im Sicherheitskonzept. Bei Wind ab 75 Stundenkilometer wird es gefährlich, dann müssten wir das Festgelände evakuieren. Deshalb arbeiten wir mit Meteo Schweiz, aber auch mit der Polizei zusammen. Aber die Wetterprognose ist gut», sagt Christian Steurer strahlend.

Für die Tribüne, auf der am Sonntag 12 500 Zuschauer Platz nehmen werden, wurden mit 36 Sattelschleppern 550 Tonnen Material rangeschafft. «Pro Ring haben wir 30 Kubikmeter Sägemehl gebraucht, für die Piste um die Arena 800 Kubik Schotter», erzählt Adrian Dali. Schwierig sei gewesen, dass es hier bei der Weide keinen Strom und keine Abwasserleitungen gab.

Tele 1 überträgt live

Das Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 überträgt das Schwingfest am Sonntag live. Moderiert wird die 12-stündige Sendung von Fabienne Bamert. Kommentiert werden die Wettkämpfe von Thomas Erni und Peter Imfeld. Zum Einsatz kommen auch Philipp Laimbacher und Ueli Banz als Experten. (red)

Schwingen erlebt in der Region einen Boom

Organisiert wird das Schwingfest vom Schwingklub Rottal und Umgebung. «Wir haben schon oft Veranstaltungen auf die Beine gestellt. Aber ein Schwingfest in dieser Grösse ist selten, mit der Organisation haben wir vor vier Jahren angefangen», erklärt Christian Steuerer stolz. Ihr letztes Innerschweizer Schwingfest war 1983. Der damalige OK-Präsident ist der Vater von Roland Küng, dem diesjährigen OK-Präsidenten, der damals Täfalibub war. Schwingen ist ein Sport, der in der Region gut verankert sei, der sogar einen Boom erlebe. Auch dank der guten Vereinsarbeit und Nachwuchsförderung hätten sich die Jungschwinger in den letzten acht Jahren verdoppelt: «Trotzdem oder gerade deshalb ist es wichtig, zum Beispiel die regionalen Firmen einzubeziehen. Oder dafür zu sorgen, dass die Tickets nicht nur innerhalb der Schwingerszene verkauft werden».

Und verkauft haben sich die Tickets gut: «Die Sitzplätze sind ausverkauft, wir haben am Sonntag an der Tageskasse noch 700 Stehplätze», freut sich Steurer. Da strenge Regeln in Bezug auf die Werbung und Eintrittspreise an einem Schwinganlass herrschen, brauchen die Organisatoren neben den Eintritten auch die Festwirtschaft und die Sponsoren, die für dieses Werbereglement Verständnis haben. Der Anlass kostet rund 2,2 Millionen Franken. Schwierig sei vor allem, dass man keine Reserven bilden könne, weil man den Anlass ja nur einmal durchführe. Da könne einem Verein durchaus mal schlechtes Wetter einen Strich durch die Rechnung machen.

Erste Besucher werden um 5.30 Uhr erwartet

Um 5.30 Uhr früh erwartet Christian Steurer am Sonntag die ersten Besucher, das Anschwingen ist um 7.30 Uhr. «Ich freue mich auf das Schwingfest, auf den ganzen Tag. Ich hoffe, wir werden stolz sein können auf einen tollen Anlass, der gut organisiert ist und dass viele fröhliche Besucher einen fairen und würdigen Festsieger bejubeln können», ist der Präsident des Schwingklubs Rottal und Umgebung zuversichtlich. Mit dabei sind übrigens auch zwei Tessiner Schwinger, denn das Tessin gehört im Verband zur Innerschweiz. Deshalb weht die Tessiner Flagge auf dem Gelände.

Die Spitzenpaarungen am 112. Innerschweizer Schwing- und Älplerfest

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