RUSWIL: Ruswil fordert Deutschtest für Einbürgerung

Ruswil folgt dem Beispiel der Gemeinde Emmen und führt als erste Luzerner Landgemeinde einen obligatorischen Deutschtest für Einbürgerungswillige ein.

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(Karikatur Jals/Neue LZ)

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«Es ist einfach eine Tatsache, dass die Deutschkenntnisse oftmals mager sind», hält Gemeindepräsident Leo Müller fest. Grundlegende Kenntnisse der deutschen Sprache seien aber eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Menschen integrieren und am öffentlichen Leben teilnehmen können, begründet der Gemeinderat. Er hat die Einführung eines Tests auf Antrag der Bürgerrechtskommission beschlossen.

Ruswil verlangt für eine Einbürgerung künftig elementare Fertigkeiten im Sprechen und Verstehen gemäss Niveau A2 des Europäischen Sprachenportfolios. Die Gemeinde führt den Test nicht selber durch. Einbürgerungswillige müssen sich direkt an ein zertifiziertes Sprachvermittlungsunternehmen wenden und selber für die Kosten aufkommen. So bietet etwa die Ecap Zentralschweiz in Luzern solche Tests für 70 Franken an.

Ausnahmen möglich
Befreit vom Test sind in Ruswil Ausländer, welche die ganze Volksschule in der deutschen Schweiz besucht haben, fünf Jahre Schule oder Ausbildung in der Schweiz absolviert haben, in ihrem Heimatland Deutsch als Muttersprache sprechen oder ein Deutschzertifikat mit einem Niveau von mindestens A2 vorweisen können.

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.