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RUSWIL: Ruswiler Alterswohnzentrum Schlossmatte muss in die Höhe bauen

Das Alterswohnzentrum Schlossmatte plant in den nächsten Jahren Investitionen von gut 14 Millionen Franken. Die Erweiterung soll vor allem Platz für eine Demenzabteilung bieten.
So soll das Alterswohnzentrum dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll das Alterswohnzentrum dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Das Alterswohnzentrum (AWZ) Schlossmatte in Ruswil liegt mitten im Dorf. Die Geschäfte befinden sich in Gehdistanz. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist gut. Doch der Platz an dieser attraktiven Lage ist eng. Dennoch will das Zentrum mit 68 Zimmern ausbauen. Die Lösung: Verdichten. AWZ-Geschäftsführerin Cornelia Fischer erklärt auf Anfrage: «Deshalb müssen wir in die Höhe bauen.»

Auf dem heutigen Gebäude soll ein zusätzliches Stockwerk zu stehen kommen. Somit werden künftig insgesamt 76 Zimmer angestrebt. Das neue Stockwerk soll Platz bieten für 11 Demenzbetroffene. Fischer betont die Vorzüge einer Integration der Demenzabteilung in das bestehende Alterswohnzentrum. «Wir können so die Ressourcen des Pflege- und Betreuungsteams optimal nutzen, und die Bewohner können an den Veranstaltungen und Angeboten im Haus teilnehmen.»

Zentrumsleitung spricht von guter Ausgangslage

Nebst der Erweiterung ist auch eine Totalsanierung geplant. Obwohl das Gebäude bereits dreissigjährig ist, unterstreicht Cornelia Fischer, dass das Haus eine sehr gute Ausgangslage hat. «So haben zum Beispiel bereits heute alle Bewohner ein Einerzimmer.» Ausserdem würden alle Zimmer über eigene Nasszellen verfügen. Dennoch sagt Fischer: «Wir müssen den Unterlagsboden aller Räume sanieren. Es handelt sich hierbei um eine Hypothek, die beim Bau entstand.» Denn der Boden zersetze sich allmählich. Auch die Nasszellen sollen saniert werden. Zudem will der Verwaltungsrat einen direkten Zugang zum neuen Parkhaus unterhalb des Märtplatzes schaffen.

Der Verwaltungsrat des Alterswohnzentrums rechnet für das Projekt mit Kosten von rund 14,1 Millionen Franken, wie er gegenüber dem «Anzeiger Rottal» mitgeteilt hat. Zwei Drittel davon werden für die Sanierung aufgewendet. Ein Drittel wird in die Aufstockung für die Demenzabteilung investiert. 3 Millionen Franken der Gesamtkosten können laut Verwaltungsrat mit Eigenmitteln gedeckt werden. Für die restlichen benötigten Mittel würden Bankzusicherungen bestehen. Damit das Projekt gestemmt werden kann, müssen laut Cornelia Fischer die Aufenthaltstaxen angepasst werden. So sollen sie nach Fertigstellung des Baus im Jahr 2022 von 145 auf 153 Franken erhöht werden. Sie betont: «Wir befinden uns somit immer noch im Mittelfeld im Vergleich mit anderen Heimen.» Ausserdem erwarte sie, dass die Taxen auch in anderen Heimen in den nächsten Jahren erhöht würden.

Während der Totalsanierung werden etappenweise Bewohner ausquartiert. So werden jeweils 25 bis 30 Betten in einen Neubau im Quartier Rebstock umquartiert. Hand bietet hier die Genossenschaft für sozialen Wohnungsbau Schönblick. Doch die Auslagerung kostet. Nebst Investitionen rechnet der Verwaltungsrat dadurch mit zusätzlichen Betriebskosten.

Mit den Bauarbeiten soll laut dem Verwaltungsrat Anfang 2019 gestartet werden. Eine Hürde muss das Projekt aber noch an der Urne nehmen. Bei Kreditbegehren, welche 8 Millionen Franken übersteigen, müssen die Stimmbürger darüber befinden. Die Abstimmung ist für den 29. April geplant.

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch

Hinweis Am 17. März informiert das AWZ im Rahmen des Rusmeler Märt über die Erweiterungs- und Sanierungspläne. Die Veranstaltung dauert von 9 bis 12 Uhr.

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