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RUSWIL: Zwei für einen Sitz: Beim Gemeindepräsidium kommt es zu einer Kampfwahl

Nebst Franzsepp Erni (CVP) stellt sich auch Lotti Stadelmann Eggenschwiler (SP) fürs Gemeindepräsidium zur Verfügung. Der Entscheid fällt am 29. April an der Urne.
Sie treten ins Ruswil gegeneinander an: Franz Sepp Erni (CVP) und Lotti Stadelmann (SP). (Bilder: PD)

Sie treten ins Ruswil gegeneinander an: Franz Sepp Erni (CVP) und Lotti Stadelmann (SP). (Bilder: PD)

Nach Ablauf der Eingabefrist für Wahlvorschläge von Montagmittag ist klar: Die Nachfolge des per Ende August abtretenden Ruswiler Gemeindepräsidenten Leo Müller (CVP) wird am 29. April in einer Kampfwahl entschieden. Nebst CVP-Ortsparteipräsident Franzsepp Erni (49) stellt sich Lotti Stadelmann Eggenschwiler (57) von der SP zur Verfügung. Die Gemeinderätin Ressort Finanzen und stellvertretende Gemeindepräsidentin ist von der SP-Ortspartei nominiert worden.

Lotti Stadelmann, geboren in Escholzmatt, ist mit acht Geschwistern in Malters auf einem Bauernhof aufgewachsen. Seit 1985 wohnt sie in Ruswil. Sie ist verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und arbeitet in einem 60-Prozent-Pensum als Pflegefachfrau bei der Luzerner Psychiatrie. Seit 2012 gehört Stadelmann dem Ruswiler Gemeinderat an – zuvor war sie zwölf Jahre Gross- respektive Kantonsrätin. Lotti Stadelmann steigt aus «Interesse an der Gemeinde, ihren Einwohnern und der weiteren Entwicklung» ins Rennen ums Präsidium. Zwar hat sie als Finanzverantwortliche bereits ein gewichtiges Ressort inne. «Als Präsidentin könnte ich in der Gemeinde aber noch mehr bewegen. Auch würde es mich reizen, Ruswil nach aussen zu vertreten», sagt sie. «Ich weiss, welche Führungsqualitäten für dieses Mandat gefragt sind, und bringe einen soliden Erfahrungsrucksack mit.» So leitete sie unter anderem von 1985 bis 2001 das Alterswohnheim Ruswil.

SP-Präsidium wäre historisch

Aktuell setzt sich der Gemeinderat aus drei CVP-Mitgliedern sowie je einem Vertreter von FDP und SP zusammen. Würde Stadelmann ins Präsidium gewählt, wäre dies historisch: Bislang war dieses Mandat, das derzeit einem 30-Prozent-Pensum entspricht, traditionell in CVP-Hand.

Stadelmanns Mitstreiter Franzsepp Erni ist letzte Woche einstimmig von seiner Partei nominiert worden (Artikel vom 6. März). Der Landwirt ist verheiratet und Vater von vier Kindern im Alter von 12 bis 19 Jahren. Er sagt zu Stadelmanns Kandidatur: «Nun haben die Stimmbürger eine Auswahl.» Prognosen zu seinen Wahlchancen gibt er keine ab. Sollte er das Rennen machen, steht für ihn fest: «Das Präsidium der CVP-Ortspartei würde ich aufgrund der Arbeitsbelastung abgeben.» Für den Austausch zwischen Gemeinderat und Partei sei es von Vorteil, wenn die beiden Präsidien mit unterschiedlichen Personen besetzt seien.

Ob dieser Schritt nötig wird, zeigt sich am 29. April – dann befinden die Ruswiler auch über den 14-Millionen-Franken-Kredit für die Aufstockung und Sanierung des Alterswohnzentrums (Artikel vom 12. März). Die Wahl erfolgt direkt ins Ressort. Sprich: Würde Stadelmann ins Präsidium gehievt, wäre Erni nicht automatisch als Gemeinderatsmitglied gewählt. Dieses Szenario kommentiert Erni wie folgt: «Grundsätzlich kandidiere ich als Gemeindepräsident. Aber auch das Amt des Gemeinderats interessiert mich sehr, daher wäre eine solche Kandidatur ebenfalls möglich.»

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

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