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Trotz Aufruf zum Wassersparen: 110'000 Liter Wasser fliessen in die Kanalisation

Trotz anhaltender Trockenheit findet auch dieses Jahr das «Slide My City» in Luzern statt. Denn Wasser gebe es genug.
Lucien Rahm
Die Rutsche beim letztjährigen Anlass in Luzern. (Bild: Roger Grütter (11. August 2017))

Die Rutsche beim letztjährigen Anlass in Luzern. (Bild: Roger Grütter (11. August 2017))

Während in Kriens wegen der anhaltenden Trockenheit gewisse Brunnen abgestellt werden, ist in der Stadt Luzern laut den Behörden noch mehr als ausreichend Wasser vorhanden. So viel, dass auch dieses Jahr der wasserintensive Rutschbahn-Event «Slide My City» durchgeführt werden kann.

Wie bereits 2017 wird an diesem Wochenende eine rund 200 Meter lange Wasserrutsche die Studhaldenstrasse hinunterführen. Aufgrund ihrer leichten Neigung von sieben bis zehn Prozent sei der Standort ideal geeignet für die gelb-blaue Rutschvorrichtung, sagt Silvan Müller. Er ist Medienverantwortlicher des Zürcher Eventateliers Boom AG, das den Anlass organisiert. Der ganze Spass kostet für eine Stunde bis zu 21 Franken.

Alle zehn Meter gibt es Wasserdüsen

Damit die Teilnehmer in einem angemessenen Tempo die Kunststoffbahn hinuntergleiten können, wird diese mit Wasser besprüht. Alle zehn Meter befinden sich Wasserdüsen, die der Rutsche ihre Gleitfähigkeit verleihen. Insgesamt werden so pro Tag rund 110'000 Liter verbraucht, wie der «Blick» für den Standort Basel vorrechnet. Dort betrieb die Boom AG eine ebenfalls 200 Meter lange Rutschbahn anfangs dieser Woche. Für Luzern möchte Müller keine konkrete Verbrauchsmenge bestätigen. Zahlen zu nennen sei momentan heikel.

Nach seiner Verwendung wird das Wasser in die Kanalisation geleitet. In den aktuell heissen Tagen, in denen andernorts zum sparsamen Umgang mit Wasser aufgerufen wird, mögen diese Mengen verschwenderisch wirken. Silvan Müller versichert jedoch: «Wir sind bestrebt, den Wasserverbrauch so tief wie möglich zu halten.» Zudem stehe man in Kontakt mit der Energie Wasser Luzern (EWL), welche grünes Licht für den Anlass gegeben hat.

«Wir sind in der privilegierten Lage, dass die Wasserversorgung der Stadt Luzern auf drei Standbeinen aufgebaut ist: Quellwasser, Grundwasser und Seewasser», teilt Mediensprecherin Sabrina Heberle auf Anfrage mit. Daher seien genügend Wasserreserven vorhanden. «Von einem kritischen Zustand oder einer Wasserknappheit sind wir weit entfernt.» Auch in den kommenden Tagen werde sich daran nichts ändern. Daher stehe der Rutschbahn seitens Wasserversorgung nichts im Weg. Hätte die EWL Bedenken angemeldet, hätte man auf den Event verzichtet, sagt Müller.

Wasserrutschbahn-Video aus dem Jahr 2017

«Realitätsfremder geht es wohl nicht mehr»

Die BDP des Kantons Luzern zeigt sich in einer Medienmitteilung vom Samstag «schockiert» über die Stadt Luzern, die trotz anhaltender Hitze und Wasserknappheit den Rutschbahnevent durchführen lässt. Ein bisschen mehr Sensibilität und Achtung vor dem Umgang mit dem Wasser sei mehr denn je gefragt, so die BDP. (rem)

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