SÄULE 3A: Rentner können beträchtlich Steuern sparen

Ein von der Luzerner Verwaltung gestopftes Steuerschlupfloch wird wahrscheinlich wieder geöffnet. Der Regierungsrat hat die Dienststelle Steuern beauftragt, auf ihren Entscheid zurückzukommen, obwohl er diesen für richtig hält.

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Neu können Personen, die auch nach dem Erreichen des AHV-Alters arbeiten, Geld in die steuerbegünstigte Vorsorgesäule 3a einzahlen, und zwar während längstens fünf Jahren. Ziel der Neuerung ist es, die Leute dafür zu motivieren, länger zu arbeiten.

Die Neuerung öffnet aber auch ein Steuerschlupfloch: Die 60- bis 70-jährigen Senioren können neu 3a-Konten auflösen und gleichzeitig in solche einzahlen. Damit sparen sie beträchtlich Steuern, obwohl die persönliche Vorsorge per Saldo gar nicht erhöht wird.

Mit dem ursprünglichen Zweck der Säule 3a habe eine solche Steueroptimierung nichts zu tun, schreibt der Luzerner Regierungsrat am Montag in seiner Antwort zu einem Postulat aus dem Kantonsrat.

«Sachlich richtig»
Die von der Luzerner Steuerbehörde veranlasste Praxis sei «sachlich richtig». Sie verhindere eine «reine Steueroptimierung ohne gleichzeitige Erhöhung der Vorsorge», betont der Regierungsrat.

Trotzdem unterstützt der Regierungsrat das von 39 bürgerlichen Kantonräten unterzeichnete Postulat, das verlangt, dass die neue Weisung rückgängig gemacht wird. Er begründet dies mit dem Steuerwettbewerb.

Es zeichne sich ab, dass die Praxis insbesondere der angrenzenden Zentralschweizer Konkurrenzkantone tendenziell eher grosszügiger ausfällen dürfte, schreibt die Regierung. Die Dienststelle Steuern werde deshalb auf die Sache zurückkommen.

sda