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SÄULIRENNEN: Sauschwer, ein Rennschwein zu sein

Sie rennen an der Luga jeden Tag, als wäre es ihr letzter. Was denkt sich die Sau wohl dabei? Wir haben uns in Haxli versetzt.
Anja Glover
Das Säulirennen gehört zu den grössten Attraktionen an der Luga. (Bild Eveline Beerkircher)

Das Säulirennen gehört zu den grössten Attraktionen an der Luga. (Bild Eveline Beerkircher)

Zum ersten Mal sind an der Luga Strausse zu sehen. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ))
Zum ersten Mal sind an der Luga Strausse zu sehen. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ))
Am Säulirennen an der Luga am 3. Mai 2016 in Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher (Neue LZ))
Am Säulirennen an der Luga am 3. Mai 2016 in Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher (Neue LZ))
Am Säulirennen an der Luga am 3. Mai 2016 in Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher (Neue LZ))
Säulirennen in der Arena. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säulirennen in der Arena. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säulirennen in der Arena. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säuli in Aktion. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säuli in Aktion. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Am Säulirennen an der Luga am 3. Mai 2016 in Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher (Neue LZ))
Säuli in Aktion. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säuli in Aktion. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säuli an der Luga. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säuli im Streichelzoo. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Säuli im Streichelzoo. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Der Kaninhopp musste am Montag aufgrund der matschigen Arena neben die Arena verlegt werden. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Der Kaninhopp musste am Montag aufgrund der matschigen Arena neben die Arena verlegt werden. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Der Kaninhopp musste am Montag aufgrund der matschigen Arena neben die Arena verlegt werden. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Der Kaninhopp musste am Montag aufgrund der matschigen Arena neben die Arena verlegt werden. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Attraktion mit Jööö-Faktor: Das Lämmli schöppeln im Streichelzoo an der Luga. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Die Kleinen dürfen die lämmchen mit der Flasche füttern. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Im Streichelzoo können die Kinder auch grössere Tiere streicheln. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
An der Luga wird sogar "Show-Käset". (Bild: Leserin Margrith Imhof-Röthlin)
Leslie Chuard und Méganne Collomb an der Sonderschau Jugend in der Halle 2 an der Luga. (Bild: Eveline Beerkircher (Neue LZ))
Am Stand des Kantons Luzern an der Luga, steht Regierungsrat Marcel Schwerzmann der Bevölkerung Red und Antwort. (Bild: Pius Amrein (Neue LZ))
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Ein Blick auf den Lunapark.
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Der Blick vom Riesenrad. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Der Dreh-Tower: 85 Meter hoch fahren die Lugabesucher auf diesem Fahrgeschäft. Danach geht es im freien Fall nach unten. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Die neue Achterbahn Drifting Coaster - eine ruckelige Angelegenheit. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Der Dreh-Tower und das Überschlagskarussell «der Burner». (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Lugabesucher werden kulinarisch verwöhnt – mit Chügelipastetli aus dem Kanton Luzern. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Das bewegt die Luzerner. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Ein überdimensionaler Bus auf dem Messegelände repräsentiert den Gastkanton Luzern. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch
Eine interaktve Bodenkarte sorgt für neugierige Blicke. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Sonderschau des Zolls (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Hier wird eine Pistole im koffer versteckt – und vom Detektor entdeckt. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Verbotene Waffen werden ausgestellt. (Bild: Claude hagen / Luzernerzeitung.ch)
Sträusse sind die neue tierische Attraktion an der diesjährigen Luga. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Kulinarische Köstlichkeiten werden an der Luga feilgeboten. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Der Stand vom Lozärner Bier sticht ins Auge: Mit einer riesigen Kapellbrücke mit Wasserturm aus Pappe. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Sonderausstellung zum Thema Foodwaste. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Sonderausstellung zum Thema Foodwaste. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Sonderschau des Zolls (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Ein Blick auf den Lunapark - aufgenommen vom Riesenrad. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Der Dreh-Tower und die neuste Attraktion (blaue Achterbahn): Der Drifting Coaster. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Lunapark
Lunapark
Lunapark (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Ausstellung mit Gartenmöbeln. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Ein Blick ins Luga-Getümmel. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Ein Blick in die Messehalle 4. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Die Eventbühne an der Luga. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Ponyreiten für die Kleinen. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Auf dem Messeplatz ist ein überdimensional grosses Rüebli in den Boden gerammt worden. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Dichtes Treiben an den diversen Lugaständen. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Unzählige Lugabesucher sind in diesen Tagen unterwegs. (Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch)
Bild: Claude Hagen / Luzernerzeitung.ch
Beim Dudelsack-Treffen an der Luga machen auch die Pipes and Drums of the Lucerne Caledonians mit. (Bild: Corinne Glanzmann (Neue LZ))
Monika Rühl, Vorsitzende der Geschäftsleitung economiesuisse, rechts im Gespräch mit Ute Maria Laubender am Anlass Wirtschaft im Dialog an der Luga am 3. Mai 2016 in Luzern. (Bild: Eveline Beerkircher (Neue LZ))
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Impressionen von der Luga 2016

Die Box fühlt sich eng an, ich werde in dieser Situation immer nervös, aber wer würde das schon nicht? Schliesslich sollte ich gleich die Schnellste sein. Neben mir beweget sich Mia ebenso ungeduldig, sie scheint jedes Mal den Versuch zu wagen, einen Fehlstart zu machen. Auf der Tribüne und am Geländer sind Menschen mit Ballonen und Fressbarem. Auch sie sind nervös, schliesslich haben sie auf eine von uns gesetzt. Sie schreien und pfeifen, dabei hat das Rennen noch nicht begonnen. Das wird es jetzt dann gleich.

Der Moderator hält dieses Ding in den Händen, das seine Stimme lauter macht. Und dann erklingt das Stück «Entrée des Gladiateurs» aus den Lautsprechern und peng! Die Eisenstangen fallen auf, und wir rennen los. Wir rennen, jeden Tag besser und schneller.

Der Weg zum Fressnapf

Wir drängen uns durch die schmale Zielstrecke, spüren den nassen Arenaboden unter den Füssen und das Toben der Zuschauer in den Ohren. Die Ohren verdecken mir ab und zu die Sicht, aber ich weiss ja, wo es langgeht. Mia ist noch immer neben mir, sie ist meine schnellste Konkurrentin, schliesslich hat sie mich schon ein paarmal besiegt. Die kleinsten dieser Zuschauer-Menschen sind so ausser sich, dass sie Gegessenes wieder ausspucken. Hysterisch schreien sie meinen Namen, das können sie sehr gut.

Ich torkle über die Hindernisse – die sind anstrengend – und dann endlich, nach gefühlten Minuten (10 Sekunden) bin ich am Ziel und strecke meine Schnauze in den kühlen Fressnapf, ehe sich die anderen Schnauzen dazudrängen. Ich habe gewonnen.

Das schnellste Luga-Rennschwein

Das Säulirennen ist nicht etwa ein Zuckerschlecken. Wir haben lange darauf hingearbeitet, sind jeden Tag zwei Mal gerannt, denn das können wir gut, und immerhin sind wir das Luga-Spektakel schlechthin. Ich habe mich eigentlich nie gefragt, was sich diese Menschen denken, wenn sie uns anschauen und dann auf eine von uns ihr Geld setzen. Ich beschäftige mich eher damit, ob das Fressen im Zielnapf so toll schmeckt wie beim letzten Mal. Mein Name ist übrigens Haxli, es wird gemunkelt, dass der Name etwas mit meiner Zukunft zu tun hat, ich habe das aber nie verstanden. Ich bin ein Luga-Rennschwein, wohl das schnellste, ich habe meine Schnauze sehr oft vorne. Durch mich hat auch schon jemand 35 Franken gewonnen.

Und die anderen Schnauzen? Das ist meine Saubande. Wir sind alles Weibchen, die Männchen seien zu wenig ehrgeizig für ernsthafte Aktivitäten. Wir sind zusammen aufgewachsen auf dem Bauernhof der Familie Emmenegger in Schüpfheim. Dort dürfen wir jederzeit nach draussen an die frische Luft und leben ein angenehmes Leben.

Unbekannte Zukunft

Unsere Vorfahren trugen dieselben Namen wie wir, damit die Luga-Zuschauer jedes Jahr auf dasselbe Säuli setzen können. Wir sind aber die ersten, die zwei Mal täglich rennen. Als Belohnung dürfen wir im Sommer auf eine Alp ins Bündnerland, und wenn die Saison vorbei ist, gehen wir an den unbekannten Ort, dorthin, wo all unsere Vorfahren nach der Luga verschwunden sind.

Anja Glover

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