SÄUMIGE PRÄMIENZAHLER: Schwarze Liste ist «politisch heikel»

Luzern liebäugelt mit einer schwarzen Liste für säumige Prämienzahler. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz hält diese jedoch für das falsche Mittel.

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Einen Eintrag auf der Schwarzen Liste wird man nur schwer wieder los. (Karikatur Jals)

Einen Eintrag auf der Schwarzen Liste wird man nur schwer wieder los. (Karikatur Jals)

Im Kanton Thurgau hat sich die Schwarze Liste für säumige Prämienzahler bewährt. Dies sagt Susanna Schuppisser Fessler, Leiterin des Thurgauer Gesundheitsamts. Der Ostschweizer Kanton ist der einzige, der eine solche Liste eingeführt hat. Auch der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf liebäugelt mit der Einführung, um offene Rechnungen bei Ärzten und Spitälern zu reduzieren.

Für die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) ist eine solche Liste jedoch keine Option – unter anderem wegen Problemen beim Datenschutz. «Für die GDK stellt dieses Modell keine Option dar», sagt die stellvertretende Zentralsekretärin Semya Ayoubi. «Auch ist es politisch heikel, Personen auf eine schwarze Liste zu setzen.» Betroffen seien nicht nur zahlungsunwillige Personen, sondern auch zahlungsunfähige.

Thomas Oswald

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.