Saisonstart der höchsten Eishockey-Ligen wird auf Anfang Oktober verschoben – Klubs fordern volle Sitzplatzkapazität

Die Klubs der Eishockey National League und Swiss League reagieren auf die neusten Entscheidungen des Bundesrats: Der Saisonstart wird auf Anfang Oktober verlegt.

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(jwe) Grossveranstaltungen wie Eishockeyspiele sind in der Schweiz noch bis Ende September verboten. Auf diese Entscheidung des Bundesrats reagieren nun die Verantwortlichen der Klubs. In einer ausserordentlichen Ligaversammlung haben sie beschlossen, den Saisonstart von Mitte September auf Donnerstag, 1. Oktober, zu verschieben.

Der Schweizer Eishockeyverband (SIHF) schreibt in der Mitteilung: «Die Meisterschaftsspiele sind auf kantonaler Ebene bewilligungspflichtig, was für die National League und Swiss League eine grosse Herausforderung darstellt. Es liegt voraussichtlich in der Entscheidungshoheit der kantonalen Behörden, die maximale Zuschauerkapazität pro Stadion gemäss Schutzkonzept festzulegen.»

Die Zielsetzung der beiden Ligen sei es, in Zusammenarbeit mit der Politik und den kantonalen Gesundheitsbehörden eine einheitliche Lösung für alle Klubs zu finden. Sie streben auch eine Dauerbewilligung für die ganze Saison an. Zudem fordern die Klubs, «den Meisterschaftsbetrieb mit mindestens voller Sitzplatzkapazität zu bestreiten».

Schutzkonzept von der Ligaversammlung genehmigt

Die Ligaführung präsentierte an der ausserordentlichen Ligaversammlung das ausgearbeitete Schutzkonzept. Die Verantwortlichen der Klubs waren damit einverstanden. Die wichtigsten Regeln, welche in allen Stadien gelten sollen:

  • generelle Maskenpflicht
  • Sitzplatzpflicht
  • Registrierungspflicht
  • Contact Tracing
  • keine Gästefans

Der Verband schreibt weiter: «Klubs sind verpflichtet, auf dem Stadionperimeter und im Stadion eine Personenlenkung vorzunehmen, um dichte Personenansammlungen zu vermeiden. Ausserdem wird empfohlen, vor Einlass der Zuschauer ins Stadion eine Messung der Körpertemperatur vorzunehmen.»

Ähnliches Prozedere wie beim Fussball

«Sämtliche Spieler und Staff-Mitglieder aller Clubs werden drei Tage vor dem ersten Cup- oder Meisterschaftsspiel auf Covid-19 getestet. Dies gilt ebenfalls für alle Schiedsrichter des Leistungssports sowie Teams aus der Regio League, welche am Swiss Ice Hockey Cup teilnehmen.» Tauchen während dem laufenden Spielbetrieb Symptome auf, müsse zwingend getestet werden. Allfällige zusätzliche Test seien den einzelnen Klubs überlassen.

Das Vorgehen bei einem oder mehreren positiven Covid-19-Fällen ist ähnlich wie das in den höchsten Schweizer Fussballligen gehandhabt wurde. Die Entscheidungsmacht liegt bei den kantonsärztlichen Diensten. Davon abhängig bestimmen dann die beiden Ligen zusammen die Konsequenzen für den Spielbetrieb.

Weitere Informationen zum Eishockey in der Schweiz mit dem Coronavirus.