SALESIA-PARK: Sicherheitsdienst patrouilliert in 1er-Bussen

Die Drogenszene hat sich von Luzern unlängst in den Krienser Salesia-Park verlagert. Die Kantonspolizei stellt fest, dass sich die Randständigen im Park an die Regeln halten und selbst für Ordnung sorgen. Trotzdem besteht Handlungsbedarf.

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Ein Bus der Doppelgelenkbus 1er-Linie steht im Fahrzeugdepot Weinbergli. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Ein Bus der Doppelgelenkbus 1er-Linie steht im Fahrzeugdepot Weinbergli. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Vertreter des Kantons, der Kantonspolizei, der Gemeinde Kriens und der Stadt Luzern haben sich in Sachen Salesia-Park erneut zu einer Situationsanalyse getroffen. Dabei wurden die vor etwa einem Monat beschlossenen Massnahmen überprüft und das weitere Vorgehen festgelegt. Um einen umfassenden Überblick zu erhalten, waren an der Austauschsitzung auch der Verein Kirchliche Gassenarbeit Luzern und die VBL AG vertreten.

Seit etwa Mitte Februar halten sich – je nach Witterung – jeden Nachmittag bis in die späteren Abendstunden 10 bis 50 Personen mit Alkohol- und Drogenproblemen im Salesia-Park auf. Es besteht nach wie vor Einigkeit darüber, dass der Salesia-Park öffentlich ist und somit Personen, die sich korrekt verhalten, dort ein Aufenthaltsrecht haben. Die Kantonspolizei kontrolliert täglich die anwesenden Personen und stellt sicher, dass es zu keinen Gesetzesverstössen, insbesondere keinen Zuwiderhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz kommt. Gleichzeitig sorgt Personal des Vereins Kirchliche Gassenarbeit für eine minimale Betreuung der Anwesenden. Die Situation im Park wird denn auch als stabil und gut kontrollierbar eingeschätzt. Sorgen machen jedoch die zunehmenden Reklamationen über Verschmutzungen und unangepasstes Verhalten in der Umgebung des Parks und in den Bussen der VBL-Linie 1 von und nach Kriens.

Die Behörden reagieren mit folgenden Massnahmen:

  • Die Polizei wird ihre Kontrollen im Salesia-Park und Umgebung weiterführen.
  • Ein privater Sicherheitsdienst wird mit der verstärkten Überwachung der Umgebung des Salesia-Parks beauftragt. Der Sicherheitsdienst wird zudem in Absprache mit der vbl AG in den Bussen der Linie 1 patrouillieren.
  • Der Werkdienst der Gemeinde Kriens wird vorübergehend zusätzliche Reinigungstouren in der Umgebung des Parks durchführen.
  • Im Sinne einer nachhaltigen Politik wird das Überlebenshilfeangebot in der Region Luzern überprüft.

Diese Massnahmen im Rahmen der Vier-Säulen-Drogenpolitik (Prävention, Therapie, Schadensminderung, Repression) haben zum Ziel, den betroffenen Personen ein «menschenwürdiges Angebot zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig mögliche Nutzungskonflikte mit anderen Teilen der Bevölkerung zu minimieren», wie der Kanton Luzern, die Gemeinde Kriens und die Stadt Luzern mitteilen.

scd