SALLE MODULABLE: Dominique Mentha: Neubau unumgänglich

Das Haus an der Reuss sei ein Auslaufmodell, sagt Luzerns Theaterintendant Dominique Mentha. Und hofft auf einen Neustart in Sachen Salle Modulable.

Drucken
Teilen
Dominique Mentha auf der engen Bühne des Luzerner Theaters. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Dominique Mentha auf der engen Bühne des Luzerner Theaters. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Seit dem drohenden Rückzug der 120 Millionen Franken für den Bau der Salle Modulable äussert sich erstmals ein Vertreter der involvierten Kulturinstitute zur Krise um das geplante Theaterhaus. Er könne sich «nicht vorstellen, dass man im Theatergebäude an der Reuss in 20 Jahren noch ein funktionsfähiges Theater betreiben kann», sagt Dominique Mentha, Intendant des Luzerner Theaters. «Das Theatergebäude, wie wir es heute kennen, ist ein Auslaufmodell.»

Damit ist für Mentha klar, dass Luzern nicht um einen Theaterneubau für rund 80 Millionen Franken herumkommt, wenn es auch in Zukunft über ein eigenes Theater verfügen will. Als «attraktivste Lösung für das Theater» sieht Mentha allerdings immer noch das Konzept einer Salle Modulable, in der das Lucerne Festival, das Luzerner Theater und das Luzerner Sinfonieorchester sowie die Musikhochschule zusammenarbeiteten.

«Allfälliger Neustart»
Mentha begründet die für Januar angekündigte Fertigstellung des Betriebskonzepts für die Salle Modulable mit einem «allfälligen Neustart» des Projekts: «Damit werden wir ein überaus attraktives Projekt haben. Falls die zugesagten 120 Millionen tatsächlich nicht zur Verfügung stünden, könnte ich mir vorstellen, dass man dafür andere Gelder auftreiben kann.» Michael Gnekows Idee einer redimensionierten Salle Modulable auf dem Theaterplatz könne bei einem Neustart durchaus eine Option sein. Für ein Haus, in dem auch Grossproduktionen während des Lucerne Festival aufgeführt werden könnten, sei der Theaterplatz allerdings aus wirtschaftlichen Gründen und aus Platzgründen zu klein: «Dafür braucht es einen Saal, der rund 1200 Plätze bietet, damit man entsprechende Einnahmen generieren kann. Das hat nichts mit Gigantismus zu tun, weil wir während der Saison diesen Saal unterteilen könnten.»

Urs Mattenberger

Ein ausführliches Interview mit Dominique Mentha zu diesem Thema lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzener Zeitung.